Laut einem Bericht der New York Times vom 20. März 2026 untersuchen zwei US-Bundesstaatsanwälte mögliche Verbindungen zwischen dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro und Drogenhändlern. Petro wies die Behauptungen zurück und erklärte, dass es in Kolumbien keine derartigen Ermittlungen gegen ihn gebe. Die kolumbianische US-Botschaft mahnte zur Vorsicht bei Berichten, die auf anonymen Quellen beruhen.
Die New York Times berichtete am 20. März 2026, dass Bundesstaatsanwälte in den Bezirken Manhattan und Brooklyn bzw. im südlichen und östlichen Distrikt von New York Vorermittlungen zum Drogenhandel und zur politischen Finanzierung durchführen. Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro wird darin erwähnt, wenn auch nicht als primäres Ziel, was mögliche Kontakte zu untersuchten Personen und illegale Gelder in seinem Wahlkampf 2022 betrifft. Die Ermittlungen untersuchen mögliche Treffen und Spendenaufrufe, befinden sich aber noch in einem frühen Stadium, ohne dass formelle Anschuldigungen erhoben werden. Die Staatsanwaltschaft, die DEA und das Ministerium für Innere Sicherheit lehnten eine Stellungnahme ab. Dies geschieht inmitten der jüngsten Spannungen und eines Treffens zwischen Petro und US-Präsident Donald Trump. Petro antwortete auf X: "En Colombia no existe una sola investigación sobre relación mía con narcotraficantes... nie in meinem Leben habe ich mit einem Drogenhändler gesprochen." Er fügte hinzu, dass er 10 Jahre damit verbracht habe, Verbindungen zwischen Drogenhändlern und Politikern anzuprangern, wobei er sein Leben riskiert habe, und dass er Wahlkampfmanager angewiesen habe, Spenden von Drogenhändlern oder Bankiers abzulehnen. Die kolumbianische US-Botschaft erklärte, die Berichte stützten sich auf anonyme Quellen, für die es keine überprüfbare Grundlage oder formelle Benachrichtigung gebe, und verwies auf Petros Bilanz im Kampf gegen das organisierte Verbrechen.