Präsident Gustavo Petro gab bekannt, dass Kolumbien zwischen 2020 und 2026 fast 18 Milliarden Dollar durch nicht registrierte Goldexporte verloren hat. Er erklärte, dass diese Aktivitäten bewaffnete Gruppen finanzieren, und schlug Reformen vor, durch die die Banco de la República zum Aufkäufer von Gold aus dem Kleinbergbau werden soll.
Während der Ministerratssitzung am Mittwoch sagte Petro, dass Gold Kokain als Haupteinnahmequelle für bewaffnete Gruppen abgelöst hat. Der aktuelle Konflikt, so merkte er an, beruhe eher auf illegalen Wirtschaftsformen als auf ideologischen Differenzen. Der Präsident schlug vor, dass die Banco de la República zum exklusiven Käufer von Gold aus dem Kleinbergbau werden soll. Dieser Schritt würde die kriminellen Finanzströme schwächen und das Metall in ein staatliches Vermögen umwandeln, um Rentenersparnisse abzusichern. Petro verwies auf die schweren Umweltschäden in Antioquia, Bajo Cauca und Chocó, wo illegaler Bergbau Flüsse und Ökosysteme zerstört hat. Er kündigte Pläne zur Veröffentlichung eines Dokuments über das Goldgeschäft an und erinnerte daran, dass dieses Thema bereits ein wiederkehrender Teil seiner Agenda gewesen sei.