Ägypten arbeitet derzeit an seiner zweiten fünfjährigen nationalen Menschenrechtsstrategie für den Zeitraum von 2026 bis 2031. Außenminister Badr Abdelatty stellte diese Pläne am Dienstag einer Delegation des Europäischen Parlaments vor. Das Treffen unterstrich die Rolle Ägyptens bei der regionalen Stabilität und der Aufnahme von Flüchtlingen.
Außenminister Badr Abdelatty, der den Obersten Ständigen Ausschuss für Menschenrechte leitet, beschrieb die laufenden Bemühungen zur Stärkung der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte. Er verwies auf Initiativen wie „Decent Life“ und „100 Million Healthy Lives“, die darauf abzielen, den sozialen Schutz auszuweiten und die Lebensbedingungen von Frauen, Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Der Unterausschuss für Menschenrechte des Europäischen Parlaments unter der Leitung von Mounir Satouri würdigte die wirtschaftlichen und regionalen Herausforderungen Ägyptens. Die Delegation lobte das Land für die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen und bezeichnete Ägypten als wichtigen Partner bei der Sicherung der Stabilität, wobei sie die kürzlich erfolgte Aufwertung der Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft hervorhob. Abdelatty betonte den Wert des Dialogs mit der Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Er wies auf Ägyptens aktive Teilnahme am UN-Menschenrechtsrat und dessen geplante Mitgliedschaft für den Zeitraum 2026 bis 2028 hin.