Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty und der US-Berater Massad Boulos erörterten am Sonntag bei Gesprächen die Konflikte im Sudan und in Libyen, die Entwicklungen am Horn von Afrika sowie Sorgen um die Wassersicherheit des Nils.
Beide Beamten bekräftigten laut einer Erklärung des Ministeriums die Bedeutung einer fortgesetzten Koordinierung bei regionalen Themen und die Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Kairo und Washington.
Bezüglich des Sudans forderte Abdelatty einen dauerhaften Waffenstillstand, eine verbesserte humanitäre Hilfe und einen umfassenden, von sudanesischen Parteien geführten politischen Prozess, unter Wahrung der Einheit, Souveränität und der nationalen Institutionen des Landes.
Im Hinblick auf Libyen bekräftigte Abdelatty Ägyptens Unterstützung für die Einheit des Landes und den Erhalt seiner staatlichen Institutionen und rief zu einem libysch geführten politischen Prozess auf, der so bald wie möglich den Weg für gleichzeitige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ebnen soll.
Abdelatty bezeichnete die Wassersicherheit des Nils als existenzielle Frage für Ägypten und bekräftigte Kairos Ablehnung einseitiger Maßnahmen im östlichen Nilbecken, wobei er die Einhaltung des Völkerrechts bei der Verwaltung gemeinsamer Wasserressourcen anmahnte.