Das Ministerium für Planung und wirtschaftliche Entwicklung legte dem Parlament am 2. Juni den Wirtschafts- und Sozialentwicklungsplan Ägyptens für das Geschäftsjahr 2026/27 vor. Der Plan strebt Gesamtinvestitionen in Höhe von 3,7 Billionen EGP an und räumt dem Privatsektor eine größere Rolle ein.
Der Plan wurde während einer Sitzung des Ausschusses für Finanz-, Wirtschaftsangelegenheiten und Investitionen des Repräsentantenhauses unter dem Vorsitz von Ahmed Abou Hashima vorgestellt. Er deckt den Zeitraum vom Geschäftsjahr 2026/27 bis zum Geschäftsjahr 2029/30 ab und steht im Einklang mit der Egypt Vision 2030. Die Investitionen des Privatsektors werden voraussichtlich 59 Prozent der Gesamtsumme erreichen, was etwa 2,2 Billionen EGP entspricht. Dies ist das erste Mal, dass der Anteil des Privatsektors im Plan die öffentlichen Investitionen übersteigt. Die Zuweisungen für mehrere Sektoren werden stark ansteigen. Die Ausgaben für Gesundheit und Bevölkerung nehmen um 25 Prozent zu, für die vorschulische Bildung um 11,5 Prozent sowie für Elektrizität und erneuerbare Energien um 261,1 Prozent. Der Plan konzentriert sich zudem auf fünf Schlüsselsektoren: verarbeitendes Gewerbe, Landwirtschaft, Telekommunikation, Transport und Logistik. Beamte des Ministeriums erklärten, der Plan sei vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und Lieferkettenunterbrechungen erstellt worden. Er umfasst prioritäre Industrien wie die Automobilherstellung, grünen Wasserstoff, Textilien, Düngemittel und Chemikalien.