Die ägyptische Regierung plant die Einführung einer speziellen SIM-Karte für Kinder mit sicheren Internetpaketen und altersabhängigen Beschränkungen für soziale Medien bis zum 30. Juni 2026. Kabinettssprecher Mohamed El-Homosany erklärte, die Initiative sei Teil eines Governance-Rahmens für den Online-Kinderschutz. Premierminister Mostafa Madbouly wies an, einen Gesetzesentwurf zum Schutz von Kindern im Internet zügig fertigzustellen.
Kabinettssprecher Mohamed El-Homosany erklärte, dass die Kinder-SIM-Karte über sichere Internetpakete, Kindersicherungen und altersbasierte Beschränkungen für soziale Netzwerke verfügen werde. Sie ist Teil eines vorgeschlagenen Governance-Rahmens, der einen Mechanismus zur „festen Internetkontrolle“ umfasst, welcher gemeinsam mit Telekommunikationsbetreibern entwickelt wurde, um Inhalte zu klassifizieren und Geräte mit Unterstützung mehrerer Netzwerke zu kontrollieren.
Premierminister Mostafa Madbouly wies den Beirat des Kabinetts an, den Gesetzesentwurf zum Online-Kinderschutz schnellstmöglich für die Prüfung durch die zuständigen Behörden fertigzustellen. Madbouly bestätigte, dass die Regierung die Anweisungen von Präsident Abdel Fattah El-Sisi umsetzt, dringend Gesetze zur Abwehr digitaler Risiken zu entwerfen, um eine sichere Online-Umgebung zu gewährleisten und gesellschaftliche Werte zu schützen.
Die exekutiven Maßnahmen umfassen legislative und regulatorische Reaktionen auf Online-Wetten, die Verbreitung von Falschgeld über Videospiele sowie digitale Abhängigkeit. El-Homosany betonte, dass der Schutz der Jugend vor diesen Risiken direkt mit der nationalen Sicherheit verknüpft sei. Der Rahmen verpflichtet digitale Plattformen zur Aktivierung von Schutzinstrumenten wie Altersverifizierung, Kindersicherungen, Inhaltsklassifizierung, regelmäßigen Berichten, Beschwerdemechanismen und Aufklärungskampagnen.
An dem Treffen nahmen unter anderem der Minister für Gesundheit und Bevölkerung Khaled Abdel Ghaffar, die Ministerin für soziale Solidarität Maya Morsy, Bildungsminister Mohamed Abdel Latif, Kommunikationsminister Raafat Hindi sowie Leiter von Medien- und Regulierungsbehörden teil.