Der Sozialist Emmanuel Grégoire gewann die Stichwahl der Pariser Kommunalwahlen am 22. März 2026 mit 50,52 % der Stimmen gegen Rachida Dati (41,52 %) und Sophia Chikirou (7,96 %). Eine Analyse der Arrondissements zeigt eine gespaltene Hauptstadt mit minimalen Verschiebungen, während Dati die Spaltung im rechten und bürgerlichen Lager für ihre Niederlage verantwortlich macht.
Im zweiten Wahlgang der Pariser Kommunalwahlen am Sonntag, dem 22. März 2026, sicherte sich Emmanuel Grégoire, der 47-jährige sozialistische Kandidat und ehemalige erste Stellvertreter der scheidenden Bürgermeisterin Anne Hidalgo, den Sieg als neuer Bürgermeister mit 50,52 % der Stimmen, wie Le Figaro berichtet. Dies markierte einen überzeugenden Erfolg für das linke Lager trotz eines knappen Dreikampfs gegen Rachida Dati von Les Républicains (41,52 %) – die ihre Liste mit der von Pierre-Yves Bournazel (Horizons-Renaissance) zusammengelegt hatte und vom Rückzug von Sarah Knafo (Reconquête, 10,4 % im ersten Wahlgang) profitierte – sowie gegen Sophia Chikirou von La France insoumise (7,96 %).Die Geografie der Stimmen unterstreicht ein gespaltenes Paris: Grégoire führte in 13 Arrondissements (nach 14 im ersten Wahlgang), wobei der 1. Arrondissement (Les Halles, Palais Royal, Place Vendôme) in der Stichwahl zu Dati wechselte. Dati, die bereits im ersten Wahlgang als Bürgermeisterin des 7. Arrondissements wiedergewählt wurde, dominierte den Westen von Paris, einschließlich des 6., 7., 8., 15., 16. und 17. Arrondissements. Trotz dieser geringfügigen Verschiebung wechselte letztlich kein Arrondissement den Besitzer, was das seit 2001 stabile territoriale Gleichgewicht widerspiegelt – selbst nach der PLM-Reform, die im Sommer 2025 verkündet wurde (von Dati für eine direkte Bürgermeisterwahl unterstützt, von Grégoire abgelehnt) und den Sozialisten eine komfortablere Mehrheit verschaffte.In einem exklusiven Interview mit Le Figaro bezeichnete die unterlegene Kandidatin Dati den Wahlkampf als 'weder sauber noch würdevoll' und führte ihre Niederlage auf 'tödliche' Spaltungen innerhalb des bürgerlichen und rechten Lagers zurück, wobei sie auf Persönlichkeiten wie Bournazel und Gabriel Attal verwies. Sie betonte ihr langfristig entwickeltes Transformationsprojekt, das sie gemeinsam mit den Einwohnern von Paris erarbeitet hatte.