Der neue Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire sieht sich in den sozialen Medien mit einer Gegenreaktion auf eine geplante 25-prozentige Erhöhung seiner Entschädigungen sowie derer anderer Amtsträger konfrontiert. Kritiker verurteilen den Schritt angesichts der Wirtschaftskrise, doch die Stadt behauptet, dass damit lediglich Praktiken aus der Amtszeit von Anne Hidalgo fortgesetzt würden.
Emmanuel Grégoire, der Nachfolger von Anne Hidalgo als Pariser Bürgermeister, hatte während des Kommunalwahlkampfs versprochen, während seiner Amtszeit 400 bis 500 Millionen Euro einzusparen. Dennoch ist im Pariser Stadtrat eine Abstimmung geplant, um die Funktionsentschädigungen um 25 % zu erhöhen. Damit würde die Entschädigung des Bürgermeisters von 7782 Euro auf 9727 Euro steigen, die der Bezirksbürgermeister im Pariser Stadtrat auf 6602 Euro und die der Stellvertreter auf 5960 Euro. Sarah Knafo äußerte auf X ihr Erstaunen: „Mitten in einer Wirtschaftskrise genehmigt sich der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire eine Gehaltserhöhung von +25 %.“ Paul Hatte, DVD-Abgeordneter für den 16. Bezirk, merkte an, er habe von der Abstimmung erfahren und erklärte in einem inzwischen gelöschten Beitrag: „Das Gesetz besagt, dass dies nicht obligatorisch ist.“ Die Maßnahme basiert auf Artikel L 2123-22 des allgemeinen Gesetzbuches der Gebietskörperschaften, das auf Paris anwendbar ist. Die Stadt Paris gibt an, dass dies bereits während der vorangegangenen Amtszeit in Kraft war und lediglich verlängert werde, ohne eine wirkliche Erhöhung. Lamia El Aaraje, erste Stellvertreterin, verurteilte den „üblen Populismus“ der Kritiker und bekräftigte: „Weder der Bürgermeister noch seine Stellvertreter oder die Mitglieder des Pariser Stadtrats werden monatlich einen Euro mehr erhalten.“ Trotz dieser Klarstellungen kritisieren einige Social-Media-Nutzer die Entscheidung angesichts der städtischen Verschuldung und der laufenden französischen Haushaltsanstrengungen weiterhin.