Das französische Energieunternehmen Engie hat seinen Austritt aus dem chilenischen Verband für erneuerbare Energien und Speicher (Acera) bekannt gegeben. Das Unternehmen erklärte, die aktuelle Zusammensetzung des Verbands entspreche nicht seiner umfassenden Vision für die Energiewende. Dies ist der zweite bedeutende Austritt aus der Gruppe innerhalb kurzer Zeit.
Engie teilte seine Entscheidung am Donnerstag in einem Schreiben an den Präsidenten von Acera, Sergio del Campo, mit. Das Unternehmen erläuterte, dass seine globale Strategie darauf abziele, das führende Versorgungsunternehmen für die Energiewende zu werden, wobei der Schwerpunkt auf Dekarbonisierung, erneuerbaren Energien, Speicherung, Versorgungssicherheit und der Korrektur von Marktverzerrungen liege. "Die derzeitige Zusammensetzung des Verbands repräsentiert weder unsere Marktvision noch den ganzheitlichen Ansatz, den wir als Energieversorger für die Entwicklung des Sektors fördern, in angemessener Weise", erklärte das Unternehmen in dem Schreiben. Acera vereint mehr als 150 Mitglieder, darunter Entwickler, Erzeuger und Anbieter entlang der Wertschöpfungskette für erneuerbare Energien. Engie dankte der Geschäftsführerin Ana Lía Rojas sowie dem Team des Verbands. Dieser Austritt folgt auf den Rückzug von Colbún Ende letzten Jahres inmitten von Spannungen im chilenischen Elektrizitätssektor.