Enel hat bei der Regulierungsbehörde Aneel eine 119-seitige Verteidigungsschrift eingereicht, um das Verfahren anzufechten, das zur Beendigung des Konzessionsvertrags für São Paulo führen könnte. Das italienische Unternehmen argumentiert, dass das Verfahren nichtig sei und seine Leistungsindikatoren über dem nationalen Durchschnitt lägen.
Das Verwaltungsverfahren wurde am 7. April nach zweijährigen Diskussionen über die Servicequalität eingeleitet. Große Stromausfälle ereigneten sich in den Jahren 2023, 2024 sowie am 10. Dezember 2025 und ließen 4,4 Millionen Haushalte ohne Strom.
Enel weist die Kritik der Behörde an seiner Reaktion auf extreme Wetterbedingungen zurück. Das Unternehmen gibt an, die Notfallreaktionszeiten seit 2023 um 50 Prozent verkürzt zu haben und erreicht damit 434 Minuten gegenüber einem nationalen Durchschnitt von 443 Minuten.
Der Konzessionsinhaber meldet zudem Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden R$ im ersten Quartal 2026, davon 690,3 Millionen R$ im Großraum São Paulo. Das Unternehmen beantragt eine Expertenanalyse, um zu bewerten, ob die Ereignisse beispiellos waren und ob es im Vergleich zu anderen Versorgungsunternehmen ungleich behandelt wurde.