Die belgische Regierung und Engie gaben am Donnerstag bekannt, dass sie exklusive Verhandlungen über den Erwerb sämtlicher Engie-Nuklearvermögenswerte in Belgien durch den belgischen Staat aufnehmen. Ziel ist die Wiederbelebung der Kernkraft im Land. Diese Vereinbarung beendet das Engagement von Engie im Bereich der Kernenergie.
Die belgische Regierung und der französische Konzern Engie gaben am 30. April 2026 den Beginn exklusiver Verhandlungen bekannt. Der belgische Staat plant, alle Nuklearvermögenswerte von Engie zu erwerben, die sich in Belgien befinden.
"Diese Initiative spiegelt die strategische Entscheidung der belgischen Regierung wider, die direkte Eigentümerschaft an den nuklearen Vermögenswerten des Landes zu übernehmen, im Einklang mit ihrem Bestreben, den Betrieb bestehender Kernreaktoren zu verlängern und neue nukleare Kapazitäten in Belgien zu entwickeln", bestätigen die beiden Partner in einer gemeinsamen Erklärung.
Der Vorgang zielt ausdrücklich auf eine Wiederbelebung der Kernkraft im Land ab, während Europa vor dem Hintergrund von Energieversorgungskrisen eine Renaissance dieser Energieform erlebt. Er beendet endgültig das Kapitel von Engie im Nuklearsektor.