Regierung schlägt staatliche Mehrheitsbeteiligung an Videberg Kraft vor

Die Regierung schlägt in ihrem Nachtragshaushalt für das Frühjahr vor, dass der Staat eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an dem Kernkraftunternehmen Videberg Kraft übernimmt, das neue kleine Reaktoren in Ringhals plant. Der Staat wird 2027 Anteile von Vattenfall für 1,8 Milliarden Kronen erwerben. Durch das Geschäft erhält der Staat einen direkten und indirekten Eigentumsanteil von 80 Prozent.

Videberg Kraft befindet sich derzeit zu 80 Prozent im Besitz von Vattenfall und zu 20 Prozent im Besitz des Industriekonsortiums Industrikraft. Im Rahmen des Vorschlags wird der Staat Anteile von Vattenfall erwerben, wodurch der Staat 60 Prozent hält, während Vattenfall und Industrikraft jeweils 20 Prozent halten. Da Vattenfall vollständig in Staatsbesitz ist, bedeutet dies, dass der Staat indirekt 80 Prozent des Unternehmens besitzen wird. Finanzminister Niklas Wykman (M) erklärte: „Bei diesem Projekt können wir die Erfahrung von Vattenfall beim Betrieb von Kernkraftwerken mit dem Fachwissen der Industrie verbinden, und indem der Staat als Eigentümer eintritt, stellen wir sicher, dass das Unternehmen weiter an Stabilität gewinnt. Staatliches Eigentum bietet zudem mehr Sicherheit für das Geld der Steuerzahler.“ Die Regierung strebt außerdem eine Genehmigung an, während des Reaktorbaus bis zu 34,3 Milliarden Kronen zu investieren. Videberg Kraft plant drei bis fünf sogenannte SMR-Reaktoren in Ringhals. Die Regierung möchte, dass der Staat eine wichtige Rolle bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle aus den neuen Reaktoren übernimmt, wobei die Fixkosten auf 122 Milliarden Kronen zu Preisen von 2026 geschätzt werden, zuzüglich 61 Milliarden für mögliche Kostenüberschreitungen von 2035 bis 2159. Der Sverigedemokrat Tobias Andersson, Vorsitzender des parlamentarischen Industrieausschusses, sagte: „Der Neubau von Kernkraftwerken ist eine Voraussetzung für eine zukunftsfähige Industrie und stellt ein öffentliches Interesse dar, was staatliches Eigentum rechtfertigt.“ Im Rahmen des Vorschlags sind für dieses Jahr keine Kosten vorgesehen.

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