Energieministerin Ebba Busch (KD) fürchtet, dass die Preise für neue Kernenergie ohne breites übergreifendes Energieabkommen steigen werden. In SVTs „30 Minuten“ kritisiert sie die Moderaten und Schwedendemokraten dafür, die Gespräche im Herbst sabotiert zu haben, und nennt es kurzsichtig und kleinlich. Finanzminister Niklas Wykman (M) weist die Kritik zurück und verweist auf Meinungsverschiedenheiten auf der Linken.
In einem Interview in SVTs „30 Minuten“ äußert Ebba Busch, KD-Chefin und Energieministerin, Bedenken, dass das Fehlen eines breiten Energieabkommens die Kosten für neue Kernenergie in die Höhe treiben wird. „Ich glaube, dass sich der Preisschild davon beeinflussen lässt, ob es ein Handschlag quer durch die Blöcke gibt“, sagt sie. Die Gespräche über ein Abkommen scheiterten im Herbst, nachdem Moderaten und Schwedendemokraten ihre Unterstützung verweigerten, was Busch als „kurzsichtig“ und „kleinlich“ bezeichnet. Sie bedauert das Ergebnis und gibt zu, dass es ein persönliches Versagen war: „Ja, das kann man einräumen.“ Busch betont die Bedeutung von Stabilität für Investitionen des Geschäftslebens. „Wenn man die großen Summen sichern will... wäre es großartig gewesen, wenn wir im Herbst vollends die Hand gereicht hätten“, sagt sie. Trotz des Scheiterns hebt sie die Fortschritte der Regierung hervor: über 7000 Megawatt neue installierte Kapazität und 2000 Megawatt gesteigerte Leistung, was fast zwei Kernkraftwerken entspricht. Finanzminister Niklas Wykman (M) reagiert verblüfft auf Buschs Aussagen. „Ihre Kommentare sind schwer nachvollziehbar“, sagt er und weist darauf hin, dass die Sozialdemokraten nun Kernenergie im Haushalt unterstützen, im Einklang mit der Regierung. Er weist die Behauptung zurück, dass M und SD den Zusammenbruch verursacht hätten, und kritisiert stattdessen das Veto der Grünen gegen neue Kernenergie. Laut Wykman haben Unternehmen, einschließlich Vattenfall und Basisindustrieunternehmen, bestätigt, dass Einigkeit herrscht, was die Kosten senken statt erhöhen sollte. Der Konflikt beleuchtet Spannungen in der Mitte-Rechts-Regierung vor den Herausforderungen der Energiepolitik, in denen die Industrie langfristige Stabilitet verlangt.