Erstmals fand am 15. Januar 2026 eine Parteiführerdebatte im schwedischen Parlament abends statt, um mehr Wähler erreichen zu können. Vorläufige Zahlen zeigen fast zehnmal so viele Zuschauer bei SVT Forum wie bei der letzten Debatte. Während der Debatte milderte Ebba Busch (KD) ihre Haltung zur Migrationspolitik.
Am Mittwoch, dem 15. Januar 2026, fand die erste Parteiführerdebatte des Jahres im schwedischen Parlament statt, allerdings anders als zuvor abends. Ziel war es, mehr Wähler teilnehmen zu lassen, da viele tagsüber arbeiten. Die Debatte wurde live auf der Website des Parlaments, Sveriges Radio P1 und SVT Forum übertragen. Vorläufige Einschaltquoten von SVT zeigen einen deutlichen Anstieg. Im Vergleich zur letzten Parteiführerdebatte aus dem Parlament sahen fast zehnmal so viele die SVT-Forum-Sendung diesmal. Dennoch lag die Zuschauerzahl bei etwa einem Drittel der 635.000, die SVTs Agenda-Debatte im Oktober 2025 verfolgten. Genaue Zahlen zur Debatte vom Mittwoch liegen noch nicht vor. Ein hitziger Moment der Debatte betraf die Migrationspolitik. Ebba Busch, Vize-Premierministerin und Vorsitzende der Christdemokraten (KD), erklärte, dass Menschen nicht ins Kreuzfeuer der Politik geraten sollten. Dies wurde als Rückzug von einer härteren Linie bei Abschiebungen gewertet, was die Diskussion anheizte. Falls Busch das ernst meint, könnte es auf einen humaneren Ansatz hindeuten, bleibt aber abzuwarten, wie es die breitere Politik beeinflusst. Die Debatte markiert den Beginn eines intensiven Wahljahrs in Schweden, in dem sich die Parteien für bevorstehende Herausforderungen positionieren.