Die Dezember-Umfrage von SVT/Verian zeigt Tidö-Parteien 7,2 Prozentpunkte hinter der Opposition, doch mehrere Faktoren deuten auf eine mögliche Wende vor den Wahlen in neun Monaten hin. Die Christdemokraten erreichen ihren höchsten Wert seit drei Jahren, während die Linkspartei unter sieben Prozent fällt. Die Analyse hebt verbesserte Wirtschaft und geteilte Opposition als positive Signale hervor.
Die vier Tidö-Führer trafen sich kürzlich in Ulf Kristerssons (M) Küche, um die nächste Amtszeit zu planen, doch die neueste Umfrage von SVT/Verian gibt keinen Anlass zur Freude. Der Blockunterschied beträgt 7,2 Prozentpunkte zugunsten der Opposition, ein Rückgang um einen Punkt zur vorherigen Umfrage, aber nicht statistisch signifikant. Um die Wahl zu gewinnen, müssen die Tidö-Parteien über 200.000 Wähler zum Wechsel bewegen.
Die Christdemokraten (KD) stechen positiv heraus mit 5,0 Prozent, ihrem höchsten Wert seit Oktober 2022. Laut Per Söderpalm, Leiter der Umfragen bei Verian, gewinnt KD hauptsächlich Wähler von den Moderaten (M), die 1,2 Prozentpunkte verlieren. Der Fortschritt der KD könnte mit Ebba Buschs kontroversen Aussagen zu Querschnitts-Blockkooperation und ihrem steigenden Vertrauen im Herbst zusammenhängen.
Die Linkspartei (V) fällt jedoch unter sieben Prozent, der niedrigste Stand seit 2016, nach einem schwachen Trend seit der EU-Wahl 2024. Negative Nachrichten wie Antisemitismusvorwürfe und Rücktritte haben Wähler zu den Sozialdemokraten (S) getrieben, die trotz Kritik an Aip Media stabil bleiben.
Mehrere Faktoren begünstigen ein Comeback der Tidö: hellere Wirtschaftsentwicklung nächstes Jahr mit höherem Wachstum und realen Löhnen sowie Haushaltsentlastungen. Bandenkriminalität zeigt Besserung mit weniger Schießereien und mehr aufgeklärten Fällen. Die Spaltung der Opposition, insbesondere zwischen Zentrumspartei (C) und V, verhindert eine einheitliche Front.
Herausforderungen bleiben: hohe Arbeitslosigkeit von 8,4 Prozent im Jahr 2026 und die Krise der Liberalen (L) mit ihrem jeweiligen Tiefststand. Die Forderungen der Schwedendemokraten (SD) nach Ministerposten riskieren, Centrismuswähler abzuschrecken. Die Wahl 2026 wird eng erwartet.