Ministerpräsident Ulf Kristersson hat auf dem EU-Gipfel in Brüssel die Zusicherung erhalten, dass die schwedischen Engpassgebühren nur den Ausbau des schwedischen Stromnetzes finanzieren werden. Die Mittel werden nicht für europäische Projekte verwendet. Derweil wird das EU-Emissionshandelssystem gegen Forderungen nach Änderungen verteidigt.
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 19. und 20. März 2026 erhielt Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) Garantien für die schwedischen Engpassgebühren. Diese ergeben sich aus großen Unterschieden bei den Strompreisen innerhalb Schwedens und sollen den Netzausbau finanzieren oder die Verbraucher entschädigen. Ein EU-Vorschlag sah vor, 25 Prozent für Projekte für das gemeinsame europäische Stromnetz zu verwenden, was Schweden ablehnte, da nicht alle Länder über Preiszonen verfügen, die solche Einnahmen generieren. In der gemeinsamen Erklärung wurde ein "flexibler Ansatz für inländische Engpasserlöse" bekräftigt, der das Risiko ausschaltet, dass 25 Prozent nach Europa fließen, so Kristersson. Unser Recht, über die Engpassgebühren in Schweden zu entscheiden, ist gesichert. Sie werden für den Anschluss unserer Netze in Schweden verwendet, so wie es ursprünglich vorgesehen war. Andere Länder werden sie nicht in Anspruch nehmen können. Das ist ausdrücklich festgelegt", sagte er in einer Sitzungspause. Das Gipfeltreffen wurde von den hohen Energiepreisen überschattet, die auf die Kriege im Nahen Osten zurückzuführen sind, darunter der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormuz sowie auf eine Gasanlage in Katar. Die Gaspreise haben sich seit Beginn des Krieges vor drei Wochen verdoppelt und befinden sich auf dem höchsten Stand seit 2022. Ganz Europa ist derzeit in Panik wegen des Gaspreises", sagte Kristersson. Mehrere Länder, darunter Polen, Italien, Österreich und sieben weitere, fordern eine Überprüfung des Emissionshandelssystems (ETS), wobei Italien für dessen vollständige Abschaffung eintritt. Schweden verteidigt das ETS: "Grundsätzlich halten wir das ETS-System für einen Erfolg und ein wichtiges Instrument auch für die Zukunft. Eine Überprüfung des ETS ist für den Sommer 2026 geplant. Kristersson wies darauf hin, dass viele Länder stark von den Gaspreisen betroffen sind: Viele Länder sind sehr stark von den Gaspreisen betroffen und befinden sich in einer sehr schlechten Lage. Schweden hat sich bei der Stromerzeugung von Öl und Gas unabhängig gemacht.