Energieministerin Ebba Busch (KD) startet im Streit um schwedische Engpasserlöse einen scharfen Angriff auf den EU-Energiekommissar Dan Jørgensen. Sie hat kürzlich den Ausbau eines Stromkabels nach Dänemark gestoppt.
Ebba Busch fordert volle Flexibilität für die zweistelligen Milliardenbeträge, die durch Engpasserlöse eingenommen werden. Laut der Ministerin sollen die Mittel für Stromkostenzuschüsse und neue Kernkraftwerke zur Verfügung stehen.
In der SVT-Sendung Agenda bezeichnete Busch Aussagen von Dan Jørgensen als völlig haarsträubend. Sie argumentierte, dass der Kommissar sowohl mit der Kommission als auch mit der Realität im Konflikt stehe.
Jørgensen hat erklärt, dass die Einnahmen ausschließlich zur Sicherung der Netzverbindungen und für ein rationelles Energiesystem verwendet werden dürften. Sie könnten keine langfristigen Produktionsanlagen wie Kernkraftwerke finanzieren.
Busch betonte, dass Schweden von der EU benachteiligt werde, obwohl das Land in der Energiepolitik ein Vorbild sei und zu den größten Stromexporteuren gehöre.