Das Interesse Dänemarks an einer neuen festen Verbindung über den Öresund ist gewachsen, teilweise wegen Donald Trumps Versuch, Grönland zu übernehmen. Der ehemalige Malmö-Politiker Allan Widman hat untersucht, wie Schweden und Dänemark an einer gemeinsamen Untersuchung zusammenarbeiten können. Er schlägt Vorstudien und eine permanente Delegation vor, um den Schwung für das Thema aufrechtzuerhalten.
Das Interesse an einer neuen festen Verbindung über den Öresund war historisch uneinheitlich. Skåne hat starke Unterstützung für einen Tunnel gezeigt, während Dänemark zurückhaltender war und die schwedische Regierung sich kaum engagiert hat. In den letzten Jahren hat sich die Lage jedoch aufgrund mehrerer Faktoren verändert. \n\nLetzten Sommer beauftragte die Regierung den ehemaligen Malmö-Politiker Allan Widman, vorzuschlagen, wie eine gemeinsame schwedisch-dänische Untersuchung zu einer neuen Öresund-Verbindung strukturiert werden könnte. Der Vorschlag wurde kürzlich an den Infrastrukturminister Andreas Carlson (KD) übergeben. Widman bemerkt, dass sich die Haltung Dänemarks geändert hat, nicht zuletzt wegen Donald Trumps Ambitionen bezüglich Grönlands, was einen engen Verbündeten zu einer potenziellen Bedrohung gemacht und das Bedürfnis nach skandinavischer Zusammenarbeit, sowohl militärisch als auch wirtschaftlich, gesteigert hat. \n\nZum 25. Jubiläum der Öresundbrücke im Juli verabschiedeten die schwedischen und dänischen Ministerpräsidenten eine Erklärung, die Region sicherer und wettbewerbsfähiger zu machen, einschließlich erhöhten Verkehrs über den Sund. Laut Widman erleichtert dies seine Arbeit. Die Kapazität der Brücke für Züge gilt bis 2050 als ausreichend, für Straßenverkehr noch länger, dank geplanter landbasierter Maßnahmen wie sechs Investitionen im Malmö-Güterbahnhof ab 2023. \n\nAb 2050 wird eine neue Verbindung benötigt, insbesondere angesichts der sicherheitspolitischen Lage, die eine erhöhte Transportkapazität nach und aus Schweden erfordert. Widman empfiehlt Vorstudien, einschließlich einer aus sicherheitspolitischer Sicht, damit eine gemeinsame Untersuchung 2027 beginnen und mehrere Jahre dauern kann. Er schlägt auch eine permanente Delegation mit Trafikverket, dem Kreisverwaltungsbehörde und dem Gouverneur von Skåne als Vorsitzenden vor, um Know-how zu erhalten und nicht jedes Mal von vorne zu beginnen. \n\nUnter den diskutierten Optionen sind ein Tunnel zwischen Helsingborg und Helsingør, eine U-Bahn zwischen Malmö und Kopenhagen sowie ein Tunnel zwischen Landskrona und Kopenhagen. Eine Untersuchung von 2021 ergab, dass der Helsingborg-Helsingør-Tunnel für den Straßenverkehr wirtschaftlich machbar ist, nicht jedoch für Züge. Widman hebt Herausforderungen bei den anderen Optionen hervor, wie Schwierigkeiten bei der Anbindung an den Kopenhagener Hauptbahnhof und die Unfähigkeit der U-Bahn, schwere Transporte wie Militärfahrzeuge zu bewältigen. Dänemark priorisiert wirtschaftlich tragfähige Projekte, und Widman betont die Vorteile für schwedische Exporte auf den Kontinent sowie gegenseitige Gewinne für Dänemark.