US-Präsident Donald Trump hat einen Rahmen für ein zukünftiges Abkommen über Grönland und die Arktis angekündigt, nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Davos. Das Abkommen betont Sicherheitskooperation und Zugang zu Mineralien, ohne US-Eigentum an der Insel. Als Reaktion zieht Trump geplante Zölle auf europäische Länder, einschließlich Schweden, zurück.
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 21. Januar 2026 hielt Donald Trump eine Rede, in der er sein Interesse an Grönland wiederholte, die Insel aber wiederholt mit Island verwechselte. «Die NATO hat mich geliebt, bis vor ein paar Tagen, als ich ihnen von Island erzählte», sagte er. Trump betonte, er wolle keine Gewalt anwenden, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen, und forderte sofortige Verhandlungen über einen Kauf. Nach einem «sehr produktiven» Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigte Trump auf Truth Social an, dass sie einen Rahmen für ein Abkommen über Grönland und die gesamte Arktis ausgearbeitet hätten. «Diese Lösung wird sehr vorteilhaft für die USA und alle NATO-Länder sein», schrieb er. Das Abkommen umfasst US-Zugang zu Mineralien und Kooperation beim Golden-Dome-Raketensystem, das Russland und China daran hindern soll, in Grönland Fuß zu fassen. Trump nannte es ein «langfristiges Abkommen, das gut für alle ist» und das «ewig» gelten solle. Dänemark ist unnachgiebig: «Die USA werden Grönland nicht besitzen. Das ist eine rote Linie», sagte Außenminister Lars Løkke Rasmussen. Rutte bestätigte den Rahmen und bezeichnete das Treffen als «sehr gut». Im Rahmen des Abkommens werden die 10-Prozent-Zölle auf europäische Länder, einschließlich Schweden, die zum 1. Februar geplant waren, zurückgenommen. Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergard begrüßte die Entscheidung und wies darauf hin, dass internationaler Druck gewirkt habe. Skepsis herrscht in Grönland. Einheimische wie Arnbjørn Olsen und Paula Christensen Arnaq lehnen Trumps Ideen ab, selbst mit finanziellen Anreizen von 10.000–100.000 Dollar pro Person. «Grönland ist das Land der Inuit», sagte Christensen Arnaq. Europäische Führer, einschließlich Kanadas Premierminister Mark Carney, sehen Trumps Aktionen als Weckruf für engere Zusammenarbeit mittelgroßer Staaten: «Wenn wir nicht am Tisch sitzen, sind wir das Menü.»