Dänemark schickt weitere Truppen nach Grönland und schlägt eine NATO-Mission um die Insel vor, um den US-Forderungen nach Übernahme des Gebiets entgegenzuwirken. Schweden ist bereit zu beitragen, während europäische Führer die Zollbedrohungen von Donald Trump kritisieren. Spannungen innerhalb der NATO werden auf die Probe gestellt, doch der Kern der Allianz hält stand laut Verteidigungsminister Pål Jonson.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt die Kontrolle über Grönland aus Sicherheitsgründen gefordert und mehrere europäische Länder, einschließlich Schweden, mit Strafzöllen von 10 Prozent ab dem 1. Februar 2026 bedroht, die potenziell auf 25 Prozent ab dem 1. Juni steigen könnten. Er hat Dänemark beschuldigt, die arktische Sicherheit zu vernachlässigen, und eine militärische Operation nicht ausgeschlossen. Dänemark reagiert, indem es am Montag eine beträchtliche Anzahl von Soldaten nach Kangerlussuaq auf Grönland schickt. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt trafen NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel, um über eine spezielle NATO-Mission zu sprechen. »Wir haben betont, dass wir mehr im Hinblick auf die Arktis tun«, sagte Lund Poulsen nach dem Treffen. Schwedens Verteidigungsminister Pål Jonson nahm an Treffen mit nordischen Amtskollegen teil und bestätigte Schwedens Bereitschaft: »Schweden ist bereit zu beitragen und spielt eine konstruktive Rolle.« Eine Aufklärungsreise mit schwedischen Offizieren läuft bereits. Jonson merkte an, dass Spannungen die NATO betreffen, aber das Verteidigungsversprechen des Artikel 5 feststeht: »Es ist klar, dass wir betroffen sind, aber die Fähigkeit zur gemeinsamen Abschreckung hält stand.« Trump gab in einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Keir Starmer zu, dass er den Zweck der Truppen auf Grönland möglicherweise als Provokation missverstanden habe, berichtet Sky News. Europäische Führer wie Italiens Giorgia Meloni und Schwedens Ulf Kristersson haben die Drohungen kritisiert: »Wir lassen uns nicht erpressen.« Die EU plant Gegenmaßnahmen, einschließlich Vergeltungszöllen bis zu 1.000 Milliarden SEK, und diskutiert die »Handelsbazooka«, um US-Unternehmen einzuschränken. Die Stockholmer Börse fiel um 2,1 Prozent nach den Drohungen, mit Rückgängen bei Unternehmen wie Nibe und Hexagon. In den USA wächst die Kritik von Republikanern wie Thom Tillis und Michael McCaul, die warnen, dass eine Invasion den Artikel 5 der NATO auf den Kopf stellen würde. Eine CBS-Umfrage zeigt, dass 86 Prozent der Amerikaner gegen eine militärische Operation sind.