Die Zwillingsschwestern Ethni und Serene Amsale, äthiopisch-amerikanische in den USA aufgewachsene Frauen, haben von der University of Delaware promoviert und streben Karrieren in der Wildtiererhaltung und Umweltrecht an. Ihre Arbeit greift auf ihr äthiopisches Erbe zurück, um vulnerable Gemeinschaften und Ökosysteme zu vertreten. In jüngsten Reflexionen betonen sie die Rolle kultureller Identität bei ihren globalen Ambitionen.
Ethni und Serene Amsale, Zwillingsschwestern, geboren und aufgewachsen in den USA, teilten erstmals ihre Gedanken zur äthiopischen Identität als Highschool-Schülerinnen in Middletown, Delaware, in einem Essay, der von Tadias Magazine veröffentlicht wurde. Sie drückten ein Verantwortungsgefühl aus, «für diejenigen zu sprechen, die keine Stimme haben», und untersuchten, wie ihr Erbe ihre Ambitionen beeinflusste. \n\nIm Mai 2025 schlossen beide mit einem Bachelor of Science mit Auszeichnung in Wildlife Ecology & Conservation an der University of Delaware ab. Ethnis Abschlussarbeit untersuchte, wie kulturelle Vorurteile aus dem globalen Norden die Naturschutzpraktiken im globalen Süden beeinflussen. Sie führte Interviews mit Wildtierfachleuten und Stakeholdern in acht Ländern, einschließlich Eritrea, Bangladesch und Mexiko, durch, um indigene Praktiken hervorzuheben und westliche Ansätze wie Jagdverbote und Festungs-Naturschutz zu kritisieren. \n\n«Seit der Kindheit fühlen meine Schwester und ich uns verpflichtet, für diejenigen zu sprechen, die keine Stimme haben», schrieb Ethni. Sie plant, Jura zu studieren, mit Fokus auf Tier- und Umweltrecht, um Ungleichheiten in Naturschutzpolitiken anzugehen. Ethni will auch in Non-Profit-Arbeit für lokale Gemeinschaften mitwirken und für ökologische Nachhaltigkeitsbemühungen reisen. Sie dankt ihrer Mutter Meseret Tamirie für die Vermittlung von Widerstandsfähigkeit und Sinn. \n\nSerene, ebenso engagiert, bewirbt sich für Jura-Studien mit Schwerpunkt Umweltrecht und Politik gegen illegalen Wildhandel. Sie möchte Unternehmen beraten und Lösungen entwickeln, die Geschäft und Wildtierschutz ausbalancieren. Serene verfolgt postgraduale Forschung und schlägt Feldarbeit in Äthiopien zur Untersuchung von Mensch-Wildtier-Konflikten vor. Äthiopiens Biodiversität, einschließlich äthiopischer Wölfe, Bergnyala, Gelada-Babons und Walia-Steinböcke, inspiriert sie. \n\n«Mein Ansatz zum Naturschutz ist in der Zusammenarbeit verwurzelt», sagte Serene und betonte Unterstützung für indigene und bäuerliche Gemeinschaften. Beide Schwestern verbinden ihre Arbeit mit äthiopischem Erbe und verweisen auf die Schlacht von Adwa sowie die Symbolik der Nationalflagge für Fruchtbarkeit, Opfer und Harmonie. Sie sehen ihre amerikanische und äthiopische Identität als verflochten, was ihren Einsatz für Einheit inmitten von Spaltungen antreibt.