Silvinei Vasques, ehemaliger Direktor der Bundesstraßenpolizei, zu mehr als 24 Jahren Haft wegen des Putschkomplotts von 2022 verurteilt, wurde nach seiner Festnahme im Paraguay während eines gescheiterten Fluchtversuchs nach El Salvador mit einem gefälschten Pass in das Papudinha-Gefängnis in Brasília überstellt. Justizminister Alexandre de Moraes ordnete Hausarrest für 10 weitere Angeklagte an, um ähnliche Fluchten zu verhindern.
Silvinei Vasques, am 16. Dezember vom Ersten Senat des STF für Putschverbrechen verurteilt, darunter versuchter Staatsstreich und Wahlbeeinflussung, verletzte am 24. Dezember seinen Hausarrest in Santa Catarina, indem er seinen Knöchelmonitor durchtrennte und mit Mietwagen, Gepäck und Hund nach Paraguay floh. Er wurde am 26. Dezember am internationalen Flughafen Silvio Pettirossi in Asunción festgenommen, als er ein Flugzeug über Panama besteigen wollte, mit einem gefälschten paraguayischen Pass und einem Brief, der fälschlich eine Krebstherapie behauptete.
Am selben Abend an die brasilianische Bundespolizei in Foz do Iguaçu ausgeliefert, traf Vasques am 27. Dezember gegen 13:15 Uhr in Brasília ein und wurde um 16:30 Uhr ins Gefängnis des 19. Polizeibataillons (Papudinha) überstellt. Er teilt nun eine Zelle mit dem ehemaligen Justizminister Anderson Torres in einer Viererzelle mit Kühlschrank, Warmdusche, Fernseher und fünf Mahlzeiten täglich. Moraes erließ Untersuchungshaft wegen Verstoßes gegen Auflagen.
Um weitere Fluchten zu verhindern, verhängte Moraes Hausarrest mit elektronischer Überwachung über 10 Putschangeklagte, darunter den Ex-Bolsonaro-Berater Filipe Martins und Militärs wie Ângelo Denicoli und Bernardo Romão Corrêa Netto. Sie müssen Pässe abgeben, Kontakte meiden und soziale Medien vermeiden. Zunächst war Carlos Cesar Moretzsohn Rocha (Präsident des Instituto Voto Legal) nach Adresswechsel in São Paulo nicht auffindbar, und Guilherme Marques de Almeida war in Bahia, versprach aber die Einhaltung in Goiânia. Ein Hilfsrichter bestätigte acht Arrestierungen nach Anhörungen. Moraes nannte Muster wie die Flucht von Alexandre Ramagem in die USA als Vorgehensweise der Gruppe.