Exzellenz im Reitsport entsteht aus Gefühl, nicht aus Ergebnissen

In einer kürzlichen Folge von The Plaidcast argumentiert der Performance-Coach Brad Stulberg, dass wahre Exzellenz im Reiten ein inneres Gefühl ist und keine äußere Leistung. Er betont die Bedeutung tiefer Bindung und Präsenz mit dem eigenen Pferd gegenüber dem Besessenheitsfokus auf Punkte und Bänder. Diese Sichtweise stellt gängige Annahmen in der wettbewerbsorientierten Welt der Pferdeschauen infrage.

Die Diskussion, die in The Plaid Horse Magazine vorgestellt wird, beleuchtet, wie Reiterinnen und Reiter oft auf Ergebnisse wie fehlerfreie Runden und Qualifikationspunkte bei großen Pferdeschauen fixiert sind. Stulberg, im Gespräch mit Moderatorin Tonya Johnston, definiert Exzellenz neu als ein resonantes Gefühl, das während Höchstleistungen erlebt wird. „Wenn du nur ein phänomenales Pferd und einen Reiter sie einfach machen siehst“, erklärt er, „denkst du nicht, dass es exzellent ist… du fühlst es tief in deinem Herzen und in deinen Knochen.″nnStulberg zieht Parallelen zwischen Reitsport und anderen Aktivitäten, wie dem Anschauen des Basketballspielers Steph Curry oder dem Betrachten eines Rothko-Gemäldes, wo technische Fähigkeiten mit Harmonie wirken, um Eindruck zu erzeugen. In Disziplinen wie Hunter und Equitation priorisieren Richter das Gefühl und die Politur, während selbst die objektiven Metriken im Springreiten die Verbindung nicht erfassen können, die eine Runde unvergesslich macht. Er beschreibt, wie Sport in Kunst übergeht, ohne Trennung zwischen beiden, erkennbar in Momenten, in denen Distanzen mühelos erscheinen oder der Rücken eines Pferdes elastisch im Warm-up wirkt.nnnZentral für seine Ansicht ist die Notwendigkeit von Intimität im Reiten – mit dem Pferd, dem Training und dem eigenen Zustand. Exzellenz entsteht aus „engagiertem Involvement oder tiefer Sorge um etwas Wertvolles, das mit deinen Werten und Zielen übereinstimmt.“ Das Jagen spezifischer Ergebnisse führt jedoch zu Spannung, die eine solche Präsenz behindert. Stulberg bemerkt, dass die Verfolgung die Reiterin oder den Reiter formt, ähnlich wie das Besteigen eines Berges; das Pferd lehrt Geduld, emotionale Regulation und Erholung von Rückschlägen.nnn„Es gibt kein solches Ding wie einen Durchbruch über Nacht“, sagt er. „Geduld ist einer der größten Wettbewerbsvorteile.“ Anstatt sich darauf zu fixieren, die Beste zu sein, sollten Reiterinnen und Reiter danach streben, „die Besten darin zu sein, besser zu werden“, und Wettkämpfe in Gelegenheiten für Wachstum und Freude verwandeln. Dieser Ansatz gibt dem Sport wieder Sinn, mit Fokus auf Vorbereitung und Ausrichtung statt bloßer Urteile.nnnDie Erkenntnisse stammen aus Folge 471 von The Plaidcast, verfügbar auf großen Podcast-Plattformen.

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