Experten heben Vorteile des Hockens beim Stuhlgang hervor

Soziale Medien summen vor Diskussionen darüber, dass viele Kenianer Schwierigkeiten haben, sich richtig beim Hocken über ländlichen Latrinen zu entleeren. Gastroenterologen betonen, dass Hocken die Darmentleerung erleichtert und Probleme verhindert. Wissenschaftliche Studien stützen diese Behauptungen.

Soziale Medienplattformen sind voller Debatten unter Kenianern über Schwierigkeiten, sich korrekt hinzuhocken, insbesondere während der langen Dezemberferien, wenn viele in ländliche Gebiete zurückkehren und Latrinen nutzen. Einige verschieben ihren Stuhlgang bis zur Rückkehr in die Städte, andere besuchen Hotels nicht zum Essen, sondern um moderne Toiletten zu benutzen.

Dr. Amos Mwasamwaja, Gastroenterologe am Aga Khan University Hospital, erklärt, dass Hocken die Toilettenzeit verkürzt und den Stuhltransport erleichtert. „Es reduziert die Zeit auf der Toilette und erleichtert die Darmentleerung. Es hilft dem Stuhl beim Passieren, im Gegensatz zum Sitzen“, sagt er. Er bemerkt, dass Sitzen auf modernen Toiletten das Pressen erhöht, was die Entleerung verlangsamt und zu einem Gefühl der unvollständigen Entleerung führt, was Verstopfung verursachen kann.

Darüber hinaus ermöglicht Hocken dem Stuhl, mit minimalem Widerstand zu passieren, reduziert Pressen und Toilettenzeit. Dr. Mwasamwaja warnt, dass übermäßiges Pressen beim Sitzen Risiken wie Schwellungen oder Rektumprolaps durch Druck auf benachbarte Blutgefäße birgt. Für diejenigen, die nicht hocken können, schlägt er vor, die Füße mit einem kleinen Hocker zu erhöhen, um den Analkanal zu öffnen.

Eine Studie aus dem Jahr 2010, veröffentlicht in der Zeitschrift Low Urinary Tract Symptoms, fand heraus, dass Hocken den Analkanal und Rektum entspannt und die Defäkation erleichtert. Eine weitere Studie aus 2003 in Digestive Diseases and Sciences mit 28 gesunden Personen zeigte, dass Hocken die Zeit bis zum Gefühl der vollständigen Entleerung und das Pressen im Vergleich zum Sitzen signifikant reduziert.

Dr. Alemanji Ajua, ein weiterer Spezialist im Krankenhaus und Präsident der Kenya Society of Gastroenterology, ergänzt, dass die Defäkation auf anatomischem Gleichgewicht und Muskelkoordination beruht. Er warnt, dass Sitztoiletten übermäßiges Pressen fördern, was zu kleinen Rissen und Blutungen, Gasansammlung und Bauchschmerzen durch unvollständige Entleerung führen kann.

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