Färjestad BK erlebte ein von Strafzeiten geprägtes drittes Drittel mit insgesamt 10 Vergehen bei der 2:7-Niederlage gegen Rögle BK im schwedischen Eishockey. Trainer Cam Abbott und mehrere Spieler handelten sich inmitten wachsender Frustration Strafen ein. Beim Schlusspfiff ignorierte das Team von Färjestad die Unparteiischen und fuhr direkt zu den eigenen Fans.
Rögle BK zog im dritten Drittel entscheidend davon, nachdem sie mit einer 3:2-Führung in den Abschnitt gestartet waren. Stürmer Daniel Zaar traf doppelt, unter anderem zum 4:2, das den Rückstand für Färjestad weiter vergrößerte. Die Strafen für die Gäste häuften sich schnell, beginnend mit einer Strafe gegen Christoffer Jansson wegen übertriebener Härte, gefolgt von einer Strafe gegen Trainer Cam Abbott, die von Lucas Forsell abgesessen wurde. Nur acht Sekunden nach Beginn des Powerplays von Rögle wurde Linus Johansson wegen Beinstellens bestraft, und Gabriel Carlsson erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockschlags, sodass zeitweise vier Spieler von Färjestad gleichzeitig auf der Strafbank saßen. Insgesamt kassierte Färjestad im letzten Drittel 10 Zwei-Minuten-Strafen, was Kommentator Johan Edlund in der Übertragung als 'fast eine Parodie' bezeichnete. Rögle nutzte dies zu einem 7:2-Sieg. Als die Schlusssirene ertönte, verzichteten die Spieler von Färjestad auf den üblichen Handschlag mit den Schiedsrichtern und fuhren ohne weitere Beachtung direkt zu ihrem Fanblock. 'Haben Sie bemerkt, was gerade passiert ist?', bemerkte Edlund. 'Normalerweise geht man hin und schlägt bei den Schiedsrichtern ein. Alle Spieler von Färjestad sind direkt zu ihren Fans gefahren – kein Kontakt, kein Blickkontakt.' Analyst Staffan Kronwall verwies auf die deutliche Unzufriedenheit während des gesamten Drittels und fügte hinzu: 'Sie müssen ihre Energie besser kanalisieren.' Der Vorfall unterstrich die Frustration bei Färjestad nach zwei hart umkämpften ersten Dritteln.