Die nigerianische Bundesregierung hat eine Liste von 48 Personen und Gruppen veröffentlicht, denen die Finanzierung von Terrorismus vorgeworfen wird. Das nigerianische Sanktionskomitee gab die Namen kurz nach dem Abschluss von 386 Verurteilungen in einem Massenprozess gegen Verdächtige der Boko Haram bekannt. Gegen die gelisteten Akteure wurden Sanktionen verhängt.
Die Bundesregierung veröffentlichte die Liste am Samstag über das Nigeria Sanctions Committee (NIGSAC) und identifizierte 48 Personen und Gruppen, die an der Terrorismusfinanzierung beteiligt sind.
Dies geschah nur Stunden nach der neunten Phase der Massenprozesse gegen über 500 Personen mit Verbindungen zur Boko Haram, in denen 10 Richter des Federal High Court in Abuja 386 Verurteilungen erwirkten. Generalstaatsanwalt Lateef Fagbemi, SAN, leitete das Anklageteam. Er erklärte: „Es gibt hier in Nigeria keinen Platz für sie... Das ist das klare Signal, das wir aussenden.“
Zu den aufgeführten Gruppen gehören die Indigenous People of Biafra (IPOB), Ansaru und die Islamic State West Africa Province (ISWAP), die bereits als terroristische Organisationen verboten sind. Zu den namhaften Personen zählen Simon Ekpa, der 2025 in Finnland wegen Waffenlieferungen an Separatisten verurteilt wurde, sowie Tukur Mamu, dem die Verhandlung von Lösegeldern für den Angriff auf den Abuja-Kaduna-Zug vorgeworfen wird.
Mamu steht vor Gericht, weil er angeblich 420.000 US-Dollar und 21 Millionen Naira von den Familien der Opfer im Namen der Boko Haram entgegengenommen haben soll. Er wurde 2022 in Ägypten festgenommen. Die Liste nennt zudem weitere Personen wie Abdulsamat Ohida, Mohammed Sani und mehrere andere.
Es gibt Anzeichen dafür, dass die Regierung bei einigen im Ausland befindlichen Personen eine Auslieferung anstreben könnte.