FKA twigs, mit bürgerlichem Namen Tahliah Barnett, hat Klage gegen das Alt-Pop-Duo The Twigs aus den 1990er-Jahren eingereicht. Sie wirft der Band vor, ihr Unterlassungsaufforderungen bezüglich des Markennamens ihres Künstlernamens zugeschickt zu haben. Barnett strebt ein Geschworenengerichtsverfahren an, um sich die Rechte an der Nutzung und Eintragung der Marke FKA twigs zu sichern. Die Klage argumentiert, dass beide Parteien in unterschiedlichen kommerziellen Bereichen tätig sind.
Tahliah Barnett, beruflich bekannt als FKA twigs, hat am 24. März eine Klage gegen die Zwillingsschwestern Laura Good und Linda Good von der Band The Twigs eingereicht. Laut der Klageschrift hat das Duo sie mit Unterlassungsaufforderungen überhäuft, in denen Markenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit ihrem Künstlernamen geltend gemacht werden. Dieser hatte sich aus ihrer früheren Verwendung von 'The Twigs' im Jahr 2013 entwickelt. Damals bot Barnett den Schwestern 15.000 Dollar für ihre Musikprojekte an, damit beide Namen nebeneinander existieren konnten, ohne den Namen direkt zu kaufen. Die Schwestern lehnten ab und verklagten sie 2014, was Barnett dazu veranlasste, sich in FKA twigs umzubenennen – eine Änderung, die sie laut Klageschrift als unzureichend betrachteten, um Verwechslungen zu vermeiden. Im Mai 2024 verschärften The Twigs den Konflikt, indem sie laut Gerichtsdokumenten mit einstweiligen Verfügungen gegen Barnetts Nutzung der Marke drohten und eine Zahlung in siebenstelliger Höhe forderten. Barnett kontert, dass die Band, die 1994 gegründet wurde, seit ihrem Austausch vor zehn Jahren inaktiv sei und nur eine minimale Online-Präsenz aufweise: 67 YouTube-Abonnenten, 19.332 Aufrufe, 705 Instagram-Follower und 25 monatliche Hörer auf Spotify. Im Gegensatz dazu verzeichnet FKA twigs 3,2 Millionen monatliche Hörer auf Spotify und über 300 Millionen YouTube-Aufrufe. 'Die Parteien agieren in völlig unterschiedlichen kommerziellen Ökosystemen', argumentiert die Klage. Barnett fordert ein Geschworenenverfahren, um ihre Rechte bestätigen zu lassen. Pitchfork berichtete, Vertreter beider Seiten kontaktiert zu haben, erhielt jedoch keine unmittelbare Stellungnahme. Dies geschieht in einer Zeit, in der Barnetts Profil stetig wächst. Im November veröffentlichte sie 'EUSEXUA Afterglow', eine Neuinterpretation ihres Grammy-prämierten Albums 'EUSEXUA'. Als sie letzten Monat ihren ersten Grammy entgegennahm, sagte sie: 'Ich weiß, dass ich für viele Leute neu sein mag, aber ich mache das schon sehr lange. An alle Künstler: Gebt nicht auf, folgt eurer Vision, bleibt ihr selbst, denn das ist es, was die Welt dazu bringen wird, sich in eure Kunst zu verlieben.'