Merch Traffic, der offizielle Merchandising-Anbieter für Bruce Springsteen und die E Street Band, hat eine Klage eingereicht, um eine landesweite einstweilige Verfügung gegen Fälscher zu erwirken. Die Maßnahme richtet sich gegen fliegende Händler vor den Konzertorten, beginnend mit Springsteens bevorstehendem Auftritt in New Jersey. Das Unternehmen zielt darauf ab, die rechtsverletzenden Produkte bis zum Ende der Tournee im Mai beschlagnahmen zu lassen.
Merch Traffic, ein Tochterunternehmen von Live Nation, reichte am 9. April beim Bundesgericht in New Jersey Klage wegen Markenrechtsverletzung ein. Die Klage wirft anonymen Händlern vor, seit Beginn der „Land of Hope and Dreams“-Amerikatournee am 31. März in Minneapolis qualitativ minderwertige und unterpreisige Fälschungen von offiziellen Springsteen-T-Shirts und -Mützen vor den Arenen zu verkaufen. Der juristische Vorstoß konzentriert sich zunächst auf das Konzert am 20. April im Newark Prudential Center, Springsteens Heimspiel im Garden State. Ein Vertreter von Springsteen reagierte nicht sofort auf eine Anfrage um Stellungnahme. Merch Traffic argumentiert, dass ohne eine umfassende Beschlagnahmeanordnung Kosten von mehr als 375.000 US-Dollar für separate Klagen im ganzen Land entstehen würden. In der Klageschrift heißt es: „Ohne die beantragte Beschlagnahmeanordnung wäre der Kläger gezwungen, in den gesamten Vereinigten Staaten separate Zivilklagen mit geschätzten Kosten von weit über 375.000 US-Dollar an Anwalts- und Gerichtskosten einzureichen, was sowohl für den Kläger als auch für die Justizressourcen der Bundesgerichte eine große Belastung darstellt.“ Solche einstweiligen Verfügungen, die von Polizisten außer Dienst durchgesetzt werden, sind bei großen Tourneen für autorisierte Anbieter üblich. Merch Traffic erwirkte bereits ähnliche Anordnungen für Springsteen-Tourneen in den Jahren 2016 und 2023, ebenso wie Merchandising-Partner für Künstler wie Tate McRae, Dua Lipa und Benson Boone.