Der ehemalige brasilianische Bundesabgeordnete Alexandre Ramagem wurde am Mittwoch (15.) aus einem ICE-Abschiebezentrum in Orlando, Florida, entlassen, zwei Tage nachdem er von US-Einwanderungsbehörden wegen eines abgelaufenen Touristenvisums festgenommen worden war. Verbündete feierten die Freilassung und dankten Präsident Donald Trump, während Brasilien seine Auslieferung wegen einer Verurteilung im Zusammenhang mit einem Umsturzversuch anstrebt. Seine Frau Rebeca Ramagem feierte die Freilassung in einem Video und unterstützte die Präsidentschaftskandidatur von Flávio Bolsonaro für 2026.
Alexandre Ramagem, ehemaliger Direktor der Abin und abgesetzter Abgeordneter, wurde am Montag (13.) in Orlando von der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) festgenommen. Laut einem Dokument des US-Heimatschutzministeriums besaß er ein abgelaufenes Touristenvisum und war damit abschiebegefährdet. Die Bundespolizei erklärte, die Verhaftung sei das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Brasilien und den USA, doch Verbündete behaupten, der Vorfall habe mit einer geringfügigen Verkehrsordnungswidrigkeit begonnen, die zu einer Migrationskontrolle führte.
Ramagem lebte seit September 2025 in Florida, nachdem er während seines Prozesses vor dem STF heimlich über die Grenze zu Guyana in Bonfim (RR) aus Brasilien geflohen war. Er wurde wegen seiner Beteiligung an einem Umsturzversuch zu 16 Jahren Haft verurteilt und sein Mandat wurde im Dezember 2025 vom Kongress aberkannt. Das Justizministerium beantragte am 30. Dezember 2025 seine Auslieferung.
Die Freilassung erfolgte ohne Kautionszahlung, da sein Migrationsstatus aufgrund eines laufenden Asylantrags als regulär eingestuft wurde, so der Verbündete Paulo Figueiredo, der ihn unterstützte. Er dankte Trump: "Alexandre Ramagem ist frei. Danke, Präsident Trump und der gesamten Verwaltung." Eduardo Bolsonaro lobte Trump und Marco Rubio und setzte sich für Asyl für Ramagem und seine Familie ein.
Rebeca Ramagem postete ein Video mit ihren Töchtern: "Mit Gott werden wir immer an Ramagems Seite sein... im Glauben an die Gerechtigkeit, ohne Missbrauch oder Gewalt." Sie fügte hinzu: "Lasst uns dieses Land verändern... wir brauchen Flávio Bolsonaro als Präsidenten."
Präsident Lula erklärte: "Er ist ein verurteilter Putschist. Er muss nach Brasilien zurückkehren, um seine Strafe zu verbüßen." Andere Verbündete wie Nikolas Ferreira und Jorge Seif Junior äußerten in den sozialen Medien ihre Erleichterung.