Italien genehmigt Auslieferung von Carla Zambelli an Brasilien

Die italienische Justiz hat am Donnerstag (26.) die Auslieferung der ehemaligen Bundesabgeordneten Carla Zambelli (PL) an Brasilien genehmigt, damit diese die vom Obersten Bundesgericht (STF) verhängten Haftstrafen verbüßen kann. Das Urteil weist die Argumente der Verteidigung bezüglich politischer Verfolgung zurück und entspricht dem Antrag der brasilianischen Justiz.

Das Berufungsgericht von Rom entschied am Donnerstag, die Auslieferung von Carla Zambelli zu genehmigen und entsprach damit dem Ersuchen des STF. Die ehemalige Abgeordnete wurde im Mai 2025 zu 10 Jahren Haft verurteilt, weil sie das System des Nationalen Justizrats (CNJ) gehackt und einen gefälschten Haftbefehl gegen Minister Alexandre de Moraes ausgestellt hatte. Sie floh im Juni 2025 unter Berufung auf ihre doppelte Staatsbürgerschaft nach Italien und wurde im Juli in Rom festgenommen, nachdem Moraes ihre Aufnahme in die Red Notice-Liste von Interpol beantragt hatte. In Italien erhielt Zambelli eine zusätzliche fünfjährige Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes und Nötigung, nachdem sie am Vorabend der Stichwahl 2022 in São Paulo eine Waffe auf einen Mann gerichtet hatte. Laut dem Bericht von VEJA belaufen sich die Strafen auf 10 Jahre für den CNJ-Einbruch sowie fünf Jahre und drei Monate für illegalen Waffenbesitz. Die italienischen Richter wiesen die Einwände der Verteidigung zurück und erklärten, dass 'die Einwände der Verteidigung hinsichtlich der Gewährleistung eines fairen Verfahrens [durch das STF] unbegründet seien', und stellten keine objektiven Beweise für eine Befangenheit von Moraes fest. Die doppelte Staatsbürgerschaft stellte kein Hindernis dar, da Italien die Auslieferung seiner eigenen Staatsbürger erlaubt. Die Verteidigung hat 15 Tage Zeit, um beim Kassationshof Berufung einzulegen. Eine Entscheidung könnte bis Juni fallen, gefolgt von einer 45-tägigen Prüfung durch das italienische Justizministerium und einer 20-tägigen Vollstreckungsfrist, was insgesamt bis zu fünf Monate dauern kann. Zambelli bleibt im römischen Gefängniskomplex Rebibbia inhaftiert, wobei ihr bereits fast acht Monate auf ihre brasilianische Haftstrafe angerechnet wurden. Im Falle ihrer Auslieferung wird sie im Gefängnis Colmeia im Bundesdistrikt untergebracht.

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