Der US-Milliardär Les Wexner, Gründer von L Brands, sagte am Mittwoch vor einem Haus-Ausschuss über seine jahrzehntelangen Verbindungen zu Jeffrey Epstein aus. Im Alter von 88 Jahren behauptete er, vom Sexualstraftäter «getäuscht» worden zu sein und nichts von seinen Verbrechen gewusst zu haben. Die nicht-öffentliche Anhörung soll das Netzwerk aufklären, das Epsteins Taten ermöglichte.
Am 18. Februar 2026 wurde Les Wexner, Einzelhandels- und Wäschemagnat, aus seinem Haus in Ohio per Videoverbindung von einem Haus-Ausschuss in Washington befragt. Diese parlamentarische Untersuchung betrifft den Epstein-Fall, der durch die Freigabe von Millionen Dokumenten durch das US-Justizministerium neu angefacht wurde. nnWexner, der Epstein in den 1980er-Jahren kennenlernte, erläuterte, dass dieser jahrelang seine Finanzen und Investitionen verwaltete. Er leistete Epstein erhebliche finanzielle Unterstützung, die der demokratische Abgeordnete Robert Garcia als entscheidend bezeichnete: «Es gäbe keine Epstein-Insel, kein Epstein-Flugzeug, kein Geld für den Handel mit Frauen und Mädchen ohne die Unterstützung von Les Wexner.» nnIn seiner Eröffnungsstatement erklärte Wexner: «Ich war naiv, dumm und leichtgläubig, Jeffrey Epstein zu vertrauen. Er war ein Hochstapler.» Er wies jede Beteiligung an Epsteins Verbrechen zurück und lehnte eine Anschuldigung aus dem Jahr 2015 ab, er habe Sex mit Virginia Giuffre gehabt, einer mutmaßlichen Opferin, die 2025 Suizid beging. Wexner berief sich auf ein schwaches Gedächtnis, versicherte jedoch: «Obwohl ich getäuscht wurde, habe ich nichts Unrechtes getan und nichts zu verbergen.» nnDas Justizministerium teilte mit, dass Wexner nicht untersucht wird, und seine Anwälte betonen, 2019 mit den Behörden kooperiert zu haben. Diese Anhörung beleuchtet Epsteins Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten, ohne Wexner Fehlverhalten zu unterstellen.