Pianist Simon Ghraichy und Dirigent Frédéric Chaslin werden in den kürzlich freigegebenen Epstein-Akten fast 1500 Mal erwähnt. Die Dokumente offenbaren eine Beziehung auf Basis von Mäzenatentum und Dienstleistungsaustausch, einschließlich einer anzüglichen Nachricht über eine junge Frau in Paris. Dieser Fall beleuchtet Epsteins Verbindungen zu französischen Kultfigur.
Der Fall Jeffrey Epstein wirft weiterhin unerwartete Verbindungen weltweit auf. Unter den drei Millionen Dokumenten, die die US-Regierung Ende Januar freigegeben hat, tauchen die Namen zweier französischer Musiker, Simon Ghraichy und Frédéric Chaslin, fast 1500 Mal auf. Le Figaro, das diese Akten geprüft hat, beschreibt eine Beziehung, die auf Mäzenatentum und Dienstleistungsaustausch aufgebaut ist. Simon Ghraichy, ein französischer Pianist, der früh von einem Wall Street Journal-Kritiker gelobt wurde, und Frédéric Chaslin, ein Dirigent, der die Opéra de Rouen leitete, haben international umfangreich aufgetreten. Eine besonders beunruhigende Nachricht, die Epstein zugeschrieben wird, lautet: „Ich habe ein wunderbares Mädchen für deinen nächsten Aufenthalt in Paris gefunden.“ Diese Austausche unterstreichen eine Nähe, die Fragen aufwirft, obwohl die Dokumente keine direkte Beteiligung an Epsteins Verbrechen detaillieren. Diese Enthüllung passt in einen größeren Kontext, in dem Epstein Verbindungen zu einflussreichen Franzosen pflegte, wie dem ehemaligen Minister Jack Lang oder dem Diplomaten Fabrice Aidan. Die Dokumente, die von internationalen Medien geprüft werden, enthüllen die Verbindungen des Finanziers zur globalen Elite, von Politikern bis Geschäftsleuten. Bisher wurden gegen Ghraichy und Chaslin keine formellen Anklagen erhoben, und die mutmaßlichen Fakten stehen in den USA vor gerichtlicher Prüfung. Das Quai d’Orsay und die französische Regierung haben auf andere Aspekte des Falls reagiert und potenzielle Opfer aufgefordert, sich an die Justiz zu wenden. Emmanuel Macron betonte die Rolle der US-Justiz in dieser umfangreichen Akte.