Kenias Gen Z hat den Slogan „Niko kadi“ wiederaufleben lassen, um junge Menschen dazu zu bewegen, sich ab nächster Woche als Wähler registrieren zu lassen und die politische Führung im Jahr 2027 neu zu gestalten. Die Unabhängige Wahl- und Grenzkommission kündigte an, dass die Registrierung am 30. März beginnt und 30 Tage dauert. Mehrere Politiker haben sich dem Aufruf mit unterschiedlichen Zielen angeschlossen.
Die Unabhängige Wahl- und Grenzkommission (IEBC) hat angekündigt, dass die neue Wählerregistrierung am 30. März beginnt, 30 Tage dauert und auf über 2,5 Millionen Menschen abzielt. Sie prognostiziert 6,3 Millionen neue Wähler bis 2027, was die Gesamtzahl für die Parlamentswahlen auf 28,5 Millionen erhöhen würde. Berichten von Taifa Leo zufolge hat die Gen Z den Slogan „Niko kadi“ wiederbelebt, um die Registrierung und Beteiligung der Jugend zu fördern und die nationale Führung zu verändern. Politiker nutzen ihn bereits für ihre Kampagnen für 2027. Präsident William Ruto erklärte nach dem Start des Baus der SGR-Eisenbahnstrecke in Kisumu: „Kwa washindani wetu, Tuko Kadi. Tuko tayari muda ukifika na tumejiandaa“, und forderte die Jugend auf, sich zu registrieren und ihn zu unterstützen. Der ehemalige stellvertretende Präsident Rigathi Gachagua rügte ihn: „Nimewaona mkisema ‘Niko Kadi’, nawaambia Gen-Z wajisajili kama wapigakura kwa sababu ndio njia pekee ya kumtuma Ruto nyumbani“, und fügte hinzu: „ndiyo una kadi lakini yako ni kadi nyekundu. Unaenda nyumbani“. David Maraga, ein Präsidentschaftskandidat für 2027, schloss sich an: „Uchaguzi huu ndio utaamua mkondo wa taifa, tafadhali jisajilini na mpige kura. Janga kuu zaidi litakalotikisa Kenya ni Rais Ruto kurejea mamlakani“. Godfrey Osotsi von der ODM, der Abgeordnete Babu Owino von Linda Mwananchi und der Senator von Kitui, Enoch Wambua, haben den Aufruf unterstützt. Daten des nationalen Statistikamtes KNBS zeigen, dass die unter 35-Jährigen 75 % der 47,6 Millionen Einwohner Kenias ausmachen. Die Gen Z hatte bei den Wahlen 2022 eine geringe Wahlbeteiligung, mobilisierte jedoch Proteste gegen das Finanzgesetz von 2024.