Die südafrikanische Wahlkommission (IEC) bereitet sich darauf vor, KI-generierte Fehlinformationen und Social-Media-Betrügereien im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026 zu bekämpfen. Wahlkommissionschef Sy Mamabolo skizzierte Strategien wie Partnerschaften mit Plattformen und schnelle Reaktionsmechanismen bei einer Pressekonferenz in Centurion am 10. März. Die Kommission kündigte zudem das erste Wählerregistrierungswochenende für Juni an.
Bei einer Pressekonferenz in Centurion am 10. März äußerte die IEC Bedenken hinsichtlich generativer Künstlicher Intelligenz und Desinformation, die die Kommunalwahlen 2026 beeinträchtigen könnten. Wahlkommissionschef Sy Mamabolo erklärte: „Wir gehen davon aus, dass das Wachstum generativer KI fruchtbaren Boden für verstärkte Desinformationsversuche schaffen wird, und wir bauen unsere eigene interne Kapazität für Reaktionen in sozialen Medien auf.“ 3n nUm diese Risiken zu bekämpfen, plant die IEC, glaubwürdige Informationen proaktiv auf digitalen Plattformen bereitzustellen und schnell auf festgestellte Desinformation zu reagieren. Mamabolo erwähnte Partnerschaften mit Social-Media-Unternehmen und betonte, dass dies mit ihrem Interesse übereinstimmt, die Glaubwürdigkeit der Plattformen während Wahlen zu wahren. Die Kommission prüft zudem einen Verhaltenskodex für soziale Medien auf Verfassungsmäßigkeit, um politische Parteien, Kandidaten und Medien einzubeziehen. n nDies folgt auf Erfahrungen aus den allgemeinen Wahlen 2024, bei denen die IEC mit Media Monitoring Africa auf der Plattform Real411 gegen Fehlinformationen vorging, die laut einem MMA-Bericht vom Mai 2024 besonders auf X verbreitet waren. Die uMkhonto weSizwe (MK)-Partei unter Jacob Zuma wurde für die Verbreitung von Desinformation und unbegründeten Vorwürfen der Wahlmanipulation kritisiert, was zu einer gerichtlichen Zurückweisung mit Strafkosten führte. n nMamabolo warnte vor gefälschten Wählerregistrierungs-Websites, die die Domain der IEC nachahmen, und riet der Öffentlichkeit, keine persönlichen Daten weiterzugeben. Das erste Wählerregistrierungswochenende ist für den 20.-21. Juni 2026 vorgesehen, nach dem das Wahldatum verkündet wird, wobei die Abstimmung zwischen dem 2. November 2026 und dem 31. Januar 2027 stattfinden soll. Wähler müssen sich an ihrem gewöhnlichen Wohnsitz registrieren, wobei Online-Optionen auf RegisterToVote.org.za und www.elections.org.za beschränkt sind. Von November 2025 bis März 2026 wurden 260.205 Neuregistrierungen verzeichnet. n nStellvertretender Wahlbeamter Masego Sheburi sprach die niedrige Wahlbeteiligung an, die 2024 bei 58,6 Prozent lag im Vergleich zu 89,3 Prozent 1999, und führte sie teilweise auf die Desillusionierung junger Menschen mit der Politik zurück und nicht nur auf Apathie. Die IEC plant, bald eine Studie zu Faktoren der Wahlbeteiligung zu veröffentlichen. Bei 508 registrierten Parteien – 299 national und 209 auf Provinzebene – bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich langer Stimmzettel, wie im Dreistimmzettel-System 2024 beim Zählen zu beobachten war. Sheburi bestätigte ausreichende Finanzierung mit einem Wahlhaushalt von 2,6 Milliarden Rand ohne administrative Kosten.