Eine neue Umfrage des Human Sciences Research Council zeigt wachsende Frustration und Entfremdung unter südafrikanischen Wählern im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026. Die Studie hebt das sinkende Vertrauen in die politische Führung hervor, was die Wahlbeteiligung beeinträchtigen könnte. Fast die Hälfte der wahlberechtigten Bürger ist nicht registriert.
Die jüngste Wahlbeteiligungsumfrage des Human Sciences Research Council hat bei den Südafrikanern zunehmende Frustration, Entfremdung und ein sinkendes Vertrauen in die politische Führung festgestellt. Dr. Ben Roberts, Forschungsdirektor des HSRC im Programm für einen entwicklungsfähigen, leistungsfähigen und ethischen Staat, warnte davor, dass die Kommunalwahlen 2026 in einem der schwierigsten vorwahlzeitlichen Klimata Südafrikas seit drei Jahrzehnten stattfinden. „Erstens werden die Kommunalwahlen 2026 in einem Umfeld geplant, das wir als das herausforderndste vorwahlzeitliche Klima der letzten drei Jahrzehnte betrachten. Es gibt besonders auffällige Anzeichen von Pessimismus, Frustration und Entfremdung, wobei bei einigen der von uns aufgezeigten Indikatoren ein sehr deutliches geografisches Muster und Ungleichheiten erkennbar sind“, sagte Roberts. Der Bericht weist darauf hin, dass fast die Hälfte der wahlberechtigten Südafrikaner nicht registriert ist. Roberts stellte fest, dass sich die Bürger von ihren Führungspersönlichkeiten, die als Untergräber der Demokratie wahrgenommen werden, nicht gehört fühlen. „In der Öffentlichkeit herrscht die Sorge, dass Politiker die Demokratie untergraben. Es klafft eine sehr große Lücke zwischen der Bedeutung, die dem Zuhören der Politiker gegenüber den Bürgern beigemessen wird, und der Einschätzung der Fähigkeit der Politiker, dies zu tun. Es besteht zudem das Gefühl in der Bevölkerung, dass man ihnen nicht ausreichend zuhört und auf ihre Bedürfnisse nicht eingegangen wird“, fügte er hinzu. Diese Trends geben Anlass zur Sorge über die Höhe der Wahlbeteiligung.