Die südafrikanische Wahlkommission hat vor der raschen Verbreitung von Desinformation in den sozialen Medien im Vorfeld der Kommunalwahlen am 4. November gewarnt. Der stellvertretende CEO für Öffentlichkeitsarbeit, Victor Shale, betonte, wie Urheber täglich neue Krisen schaffen, die die derzeitigen Schutzmaßnahmen überfordern.
Die Wahlkommission sieht sich mit wachsenden Schwierigkeiten bei der Überwachung von Online-Aktivitäten konfrontiert, da bezahlte Influencer-Netzwerke auf kleinere, schwerer zu identifizierende Gruppen ausweichen. Shale wies auf das Fehlen von Instrumenten zur Nachverfolgung nicht offengelegter Zahlungen hin, was die Transparenzregeln des Political Party Funding Act untergräbt.
Wähler werden dazu aufgerufen, sich auf glaubwürdige Kanäle wie das Fernsehen, das Bürgerradio und die eigenen Plattformen der Kommission zu verlassen. Eine aktuelle Umfrage ergab ein hohes Vertrauen in das Fernsehen, was zu einer gezielten Ansprache über diese Medien und WhatsApp führte.
Die Kommission baut ihr Social-Media-Analyseteam aus und trifft sich mit Plattformen wie Google, Meta und TikTok, um gemeinsame Pläne zu entwickeln. Zudem wird der Verhaltenskodex für Wahlen überprüft, um Online-Probleme noch vor dem Wahltag anzugehen.
Shale warnte davor, dass Desinformation das Vertrauen untergräbt, insbesondere in KwaZulu-Natal, wo nur 20 Prozent der Menschen Vertrauen in die IEC äußern. Er forderte eine stärkere politische Führung, um diesem Trend entgegenzuwirken und die demokratische Teilhabe zu schützen.