Gérard Larcher drängt Sébastien Lecornu, 49.3 für den Haushalt zu erwägen

Senatspräsident Gérard Larcher hat Premierminister Sébastien Lecornu aufgefordert, Artikel 49.3 der Verfassung zu erwägen, um den französischen Haushalt 2026 zu verabschieden. In einem Interview mit Le Figaro vom 3. Dezember 2025 verteidigt er es als „verfassungsrechtliche Waffe“ inmitten der Haushaltsblockade. Républicains-Chef Bruno Retailleau hat Lecornu ebenfalls gedrängt, dieses Werkzeug zu nutzen.

Am 3. Dezember 2025 gab Gérard Larcher, LR-Senatspräsident, ein exklusives Interview bei Le Figaro und drängte Premierminister Sébastien Lecornu, Artikel 49.3 zu erwägen, um den Staatshaushalt 2026 zu verabschieden. „Pour donner un budget à la France, Sébastien Lecornu doit envisager le 49.3“, sagt er und bezeichnet es als „verfassungsrechtliche Waffe“ statt als Angriff auf die parlamentarische Demokratie. Er bevorzugt 49.3 gegenüber Verordnungen oder einem Sondergesetz und merkt an: „ce ne sont pas les socialistes qui font à eux seuls le budget de la France“.

Larcher kritisiert den Ansatz des Premierministers, der den Senat nicht vor der Verzichtserklärung auf 49.3 im Oktober konsultierte, um die Kontrolle ans Parlament zurückzugeben – eine Geste an die Sozialisten. Der rechtsdominierte Senat wird am Donnerstag den Abschnitt „recettes“ des Haushalts prüfen und sich gegen die „fiskalische Hysterie“ der Nationalversammlung stellen. Ziel ist die Kürzung der öffentlichen Ausgaben, um die wirtschaftliche Aktivität zu schützen, indem Körperschaftsteueraufschläge gestrichen und der erste Einkommensteuersatz indiziert werden. Frankreich wird nächstes Jahr 390 Milliarden Euro aufnehmen, um Defizite zu finanzieren.

Lecornu bleibt bei seiner Linie: „Il n’y aura pas d’utilisation du 49.3“, wiederholt er gegenüber Abgeordneten und hält sein Versprechen. Républicains-Chef Bruno Retailleau fordert bei Sud Radio Lecornu auf, dieses Werkzeug zu „assumer“, da die Sozialisten die Regierung nicht stürzen würden. Persönlichkeiten wie Édouard Philippe, Marc Fesneau und Hervé Marseille befürworten 49.3, um die Blockade zu lösen. Der Regierungssprecher betont die parlamentarische Debatte, mit einer feierlichen Abstimmung über den Sozialversicherungshaushalt am 9. Dezember. Eine Ablehnung könnte das Defizit auf 30 Milliarden Euro anheben.

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