Der Gesundheitsminister Aden Duale hat Pläne für die Einführung des ersten in Kenia hergestellten Impfstoffs bis 2027 angekündigt. Dieser Meilenstein folgt auf die Fertigstellung der ersten Phase der Produktionsanlage am Kenya BioVax Institute. Die Initiative unterstützt die Ziele der universellen Gesundheitsversorgung des Landes und zielt darauf ab, die Abhängigkeit von importierten Impfstoffen zu verringern.
Der Gesundheitsminister Aden Duale kündigte diese Entwicklung am Montag, dem 12. Januar 2026, nach einem strategischen Treffen mit dem Vorstand und der Führungsebene des Kenya BioVax Institute an. Während der Sitzung überprüfte er den Fortschritt im Impfstoffproduktionsprogramm, einer Schlüsselsäule der Agenda für universelle Gesundheitsversorgung (UHC) in Kenia, die darauf abzielt, den Zugang zu erschwinglichen und zuverlässigen Impfstoffen zu verbessern. In einer Erklärung auf seinen Social-Media-Konten sagte Duale: „Der Besuch überprüfte wichtige Meilensteine, einschließlich des Fortschritts hin zu der ersten lokal hergestellten Impfstoff-Testcharge in Kenia, die bis Ende 2026 freigegeben werden soll.“ Er bestätigte, dass die erste Phase der Produktionsanlage abgeschlossen ist, wobei die Regierung diese anfängliche Phase vollständig finanziert hat. Das Projekt hat nun die zweite Phase erreicht, die sich auf die Systemintegration und die Installation von Ausrüstung konzentriert, einschließlich der Füll- und Fertigungstechnologie, die für die Impfstoffproduktion essenziell ist. Das Kenya BioVax Institute wurde 2021 als Reaktion auf den COVID-19-Ausbruch gegründet und markiert den Übergang Kenias von einem Impfstoffverbraucher zu einem Hersteller. Darüber hinaus hat Kenia das Maturity Level 3 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreicht, ein regulatorischer Meilenstein, der von der Pharmacy and Poisons Board und dem National Quality Control Laboratory unterstützt wird. Dieser Status ermöglicht die lokale pharmazeutische Produktion und stärkt das globale Vertrauen in die regulatorischen Systeme Kenias, wodurch das Land zu einem potenziellen regionalen Zentrum für die Impfstoff- und Pharmaproduktion positioniert wird. Bei einer interaktiven Sitzung mit dem Institutspersonal betonte Duale die Bedeutung von Transparenz und Rechenschaftspflicht im öffentlichen Dienst, um menschenzentrierte Gesundheitsversorgung zu bieten. Sobald voll betriebsbereit, soll das Institut die Abhängigkeit Kenias von importierten Impfstoffen verringern, die Gesundheitssicherheit stärken und das Wirtschaftswachstum im Einklang mit der Bottom-Up Economic Transformation Agenda (BETA) der Regierung vorantreiben. Strategische Partnerschaften, insbesondere mit der Weltbank im Rahmen des Regional Health Emergency Preparedness, Response and Resilience (HEPRRP)-Programms, haben diese Erfolge durch Stärkung der Gesundheitssysteme, Erweiterung der pharmazeutischen Kapazitäten und Verbesserung der nationalen Notfallvorsorge gefördert.