BK Häcken und Hammarby IF sind nach dramatischen Halbfinalspielen in das Finale des Europapokals eingezogen. Häcken setzte sich trotz einer Niederlage im Rückspiel mit insgesamt 3:1 gegen Eintracht Frankfurt durch, während Hammarby Sparta Prag mit einem Gesamtergebnis von 5:2 besiegte. Es wird das erste rein schwedische Finale in der Geschichte des Wettbewerbs sein.
BK Häcken zog am Gründonnerstagabend trotz einer 0:1-Niederlage im Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt in das Halbfinale des Europapokals ein. Trotz der deutschen Dominanz reichte das Ergebnis nicht aus, um den 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel zu egalisieren, was vor allem der disziplinierten Defensivarbeit und geblockten Schüssen zu verdanken war.
"Es ist fantastisch für den schwedischen Fußball", sagte Häcken-Trainerin Elena Sadiku. Sie prognostiziert einen schwedischen Sieger, kritisiert jedoch das Format mit Hin- und Rückspiel: "Ein Finale sollte aus einem einzigen Spiel bestehen."
Hammarby sicherte sich seinen Platz souveräner mit einem 2:0-Heimsieg gegen Sparta Prag. Fanny Peterson erzielte nach einer halben Stunde das 1:0, gefolgt vom entscheidenden Treffer durch Vilde Hasund in der zweiten Halbzeit.
"Wir sind sehr aufgeregt. Ein europäisches Finale ist riesig", sagte Hasund. Die beiden Mannschaften treffen am 16. Mai auch im schwedischen Pokalfinale aufeinander.
Die schwedischen Frankfurt-Spielerinnen Amanda Ilestedt und Rebecka Blomqvist zeigten sich enttäuscht. Nicole Anyomi köpfte den Ball nach einem Lattentreffer zum 1:0 ins Netz, doch näher kamen sie nicht mehr heran. "Angesichts des Spielverlaufs fühlt es sich bitter an", sagte Ilestedt, die das schwedische Finale dennoch begrüßt.