Bafana Bafana-Trainer Hugo Broos hielt seinen Spielern nach einer schwachen ersten Halbzeit gegen Angola eine heftige Gardinenpredigt in der Pause, die zu einem Comeback-Sieg im Auftaktspiel des Africa Cup of Nations führte. Das Team holte sich einen 2:1-Erfolg in Marrakesch, den ersten Eröffnungssieg seit 2004.
Die südafrikanische Nationalmannschaft, Bafana Bafana, startete ihre Kampagne beim Africa Cup of Nations 2025 mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen Angola am 22. Dezember in Marrakesch. Das Spiel unterstrich den kompromisslosen Stil von Trainer Hugo Broos, der in der Halbzeitpause eine leidenschaftliche Tirade abließ, um seine Mannschaft wieder zu beleben.
Bafana begann stark, als Oswin Appollis früh zum 1:0 traf. Doch das Team verlor schnell an Schwung, ließ Angola ausgleichen und die Ballbesitz dominieren. Broos reflektierte später die erste Halbzeit: „Wir haben das Spiel sehr gut begonnen. Wir haben ein Tor gemacht, und plötzlich sind wir eingeschlafen und Angola kam ins Spiel [und glich schließlich aus]. Wir haben gelitten, niemand hat gepresst, es gab keine Leidenschaft und wir haben sehr langsam gespielt.“ Er nannte den Schreck einen „guten Weckruf“, der sich nicht wiederholen werde.
In der Pause erhöhte Broos die Lautstärke, um die Spieler zu warnen, dass sie bei anhaltender Trägheit verlieren würden. „Ich habe die Spieler in der Halbzeit geweckt. Meine Stimme war etwas lauter als sonst, deshalb ist sie jetzt etwas heiser. Ich habe ihnen klargemacht, dass wir so das Spiel verlieren. Und Sie haben die Reaktion gesehen“, sagte er. In der zweiten Halbzeit erzielte Lyle Foster das entscheidende Tor, womit Bafana seine Serie auf 27 Unbesiegte ausbaute.
Dieser Sieg folgt auf Broos' jüngste Kritik am jungen Verteidiger Mbekezeli Mbokazi wegen verspäteter Ankunft im Trainingslager. Broos verweigerte die Offenlegung seiner genauen Halbzeitworte und lächelte: „Das sage ich Ihnen nicht.“
Nächster Gegner ist Ägypten am 26. Dezember um 17 Uhr südafrikanischer Zeit. Die Pharaonen mit Stars wie Mohamed Salah und Omar Marmoush gewannen ebenfalls 2:1 gegen Simbabwe ihr Auftaktspiel und gelten als Gruppenfavoriten. Broos zeigte Optimismus: „Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Nun gehen wir anders gegen Ägypten ins Spiel... Ich bin zuversichtlich, weil ich in der zweiten Halbzeit gesehen habe, was ich sehen wollte.“ Er betonte, die Gruppenphase zu überstehen als Priorität in diesem harten Turnier.