Bei einem mutmaßlichen Jagdunfall ist in Ostwestfalen ein 23-Jähriger von einem Bekannten getötet worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend in einem Waldgebiet bei Warburg, wo vier junge Menschen auf der Jagd waren. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus, ermittelt jedoch weiter.
Am Freitagabend machten vier junge Leute im Alter von 22 bis 24 Jahren einen Jagdausflug in ein unwegsames Waldgebiet in Warburg, Ostwestfalen. Der 22-jährige Schütze stieg zusammen mit zwei Begleitern auf einen Hochsitz, während der 23-Jährige allein auf dem benachbarten Hochsitz positioniert war. Die beiden Hochsitze waren mindestens 100 Meter voneinander entfernt.
Aus ungeklärter Ursache löste sich ein Schuss aus der Waffe des 22-Jährigen. Der Schuss traf den 23-Jährigen auf dem entfernten Hochsitz und verletzte ihn so schwer, dass Rettungskräfte trotz umgehender Wiederbelebungsversuche nicht mehr helfen konnten. Der Mann starb noch im Wald.
„Wir gehen derzeit von einem tragischen Jagdunfall aus“, sagte ein Polizeisprecher. Die genauen Umstände werden jedoch weiter ermittelt, insbesondere wie der Schuss bei einer Entfernung von mehr als 100 Metern den Bekannten treffen konnte. Die Spurensicherung untersuchte den Unglücksort bei Tageslicht erneut.
Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Zudem prüft man, ob die Mitglieder der Jagdgesellschaft über gültige Jagd- und Waffenberechtigungen verfügten. Es handelt sich um einen mutmaßlichen Unfall unter Bekannten, der die Gefahren der Jagd in den Fokus rückt.