Zwei 19- und 20-jährige Männer wurden wegen versuchten Mordes angeklagt, nachdem sie im vergangenen Jahr in Gröndal im Süden Stockholms einem jungen Mann mit einer Machete die Hand abgetrennt hatten. Der Angriff geschah aus Versehen, da die Täter das Opfer für eine andere Person hielten.
Der Vorfall ereignete sich an einem Dezemberabend des vergangenen Jahres. Das Opfer, ein Mann in seinen 20ern, war von seinem 21-jährigen Freund geschickt worden, um Tramadol zu kaufen. Die beiden Angeklagten trafen auf ihn und glaubten, er sei jemand anderes, an dem sie sich rächen wollten.
Laut Anklageschrift schlugen die Männer mit einer Machete auf das Opfer ein. Beim dritten Schlag versuchte das Opfer, dem Täter die Machete zu entreißen, was dazu führte, dass ihm die gesamte Hand abgetrennt wurde. Er erlitt zudem schwere Verletzungen am Bein. Sowohl das Opfer als auch sein Freund haben den Hergang in Befragungen übereinstimmend geschildert.
Die Hypothese der Polizei lautet, dass der Angriff ein Racheakt für einen Überfall auf den 20-jährigen Angeklagten im September war. Der 21-jährige Freund war zuvor verdächtigt worden, diesen Überfall begangen zu haben. Der 19-jährige Angeklagte hat den Überfall eingeräumt, bestreitet jedoch den versuchten Mord und gibt an, dass der 20-Jährige unerwartet die Machete gezogen habe. Der 20-Jährige bestreitet jegliche Beteiligung.