Eine Mutter und ihre Tochter wurden schwer verletzt, als im vergangenen April eine Handgranate in ihr Schlafzimmer in Tumba geworfen wurde. Der Prozess gegen sechs mutmaßliche Täter begann heute vor dem Bezirksgericht Stockholm.
Am 28. April 2025 wurde eine Handgranate durch das Schlafzimmerfenster eines Reihenhauses in Tumba südlich von Stockholm geworfen. Die Mutter und ihre Tochter schliefen, als es zu der Explosion kam. Die Mutter musste sich beide Beine amputieren lassen, während die Tochter schwere Knochenbrüche erlitt. Die Granate galt eigentlich einer anderen Person, die im Verdacht steht, Drogenschulden beim Foxtrot-Netzwerk zu haben. Am ersten Verhandlungstag in einem Hochsicherheitssaal spielte die Staatsanwaltschaft Notrufe aus jener Nacht ab. Ein Nachbar sagte: „Eine Frau ist schwer verletzt. Ihre Beine sind weg.“ Die Mutter selbst war gemeinsam mit ihrem Anwalt Anmol Dhaliwal im Gerichtssaal anwesend. Ein 34-jähriger Mann ist angeklagt, die Granate geworfen zu haben. Er räumt die Tat teilweise ein, behauptet aber über seinen Anwalt, die Absicht sei gewesen, einzuschüchtern, nicht zu verletzen. Ein 43-jähriger Mann steht im Verdacht, den Täter vermittelt zu haben. Insgesamt sind sechs Männer wegen Beteiligung an dem Angriff sowie einer ähnlichen Explosion in Skärholmen angeklagt. Der Prozess wird voraussichtlich elf Tage dauern und nicht vor dem 5. Juni abgeschlossen sein.