Prozess um Leichenfund in Danderyd beendet

Der Prozess gegen einen 29-jährigen Mann und seine 23-jährige Ehefrau, die beschuldigt werden, im vergangenen Sommer seine Mutter in Danderyd ermordet und zerstückelt zu haben, ist nach zehn Verhandlungstagen zu Ende gegangen. Das Paar, das angeklagt ist, die Frau getötet, Körperteile abgetrennt, Überreste verbrannt und diese in einem See entsorgt zu haben, bestreitet den Mord und beschuldigt sich gegenseitig. Der Mann räumt die Störung der Totenruhe teilweise ein und verweist auf psychische Probleme; das Gericht entscheidet am Freitag über eine psychiatrische Begutachtung.

Der Prozess um den Mordfall in Danderyd endete am Mittwoch, fast zehn Monate nach der Tat und den Festnahmen im Juni. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, die Mutter mittleren Alters getötet – erstickt, erstochen und zerstückelt – und die Leichenteile anschließend auf einem Wagen durch ein Wohngebiet zum See Nora Träsk transportiert zu haben. Als Motive wurden Hass, vermeintliche Traumata und Pläne, das Erbe für weitere Straftaten zu verwenden, angeführt.

Der 29-jährige Mann verhält sich laut seiner Anwältin Anna Björklund ruhig und in sich gekehrt. Er räumt den Großteil des Sachverhalts ein, bestreitet jedoch den Mord oder eine vorsätzliche Tat, wie etwa den Einsatz einer Bohrmaschine, und führt sein Handeln auf einen psychischen Ausnahmezustand zurück. Ein im November erstelltes Gutachten deutete auf eine schwere psychische Störung hin, was den Antrag auf eine psychiatrische Untersuchung zur Folge hatte.

Der Anwalt der 23-jährigen Ehefrau, Gustaf Kjellberg, behauptet, sie sei in einem Zustand von Angst und Kulturschock als Ausländerin manipuliert worden. Beide befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft; über die psychiatrische Begutachtung wurde noch nicht entschieden.

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