Ein 30-jähriger Einwohner von Malmö wurde wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen, nachdem er einen ehemaligen Schulkameraden in Limhamn verfolgt und auf ihn geschossen hatte. Der Mann wurde in der Nähe des Tatorts mit einer geladenen Pistole festgenommen. Es wird vermutet, dass das Motiv in einem alten Streit aus der Schulzeit begründet liegt.
Ein 30-jähriger Mann wurde am Sonntag, den 27. April, gegen 10 Uhr morgens in Elinelund in Limhamn mit einer geladenen Pistole festgenommen. Wenige Minuten zuvor soll er einen Mann vor dessen Wohnhaus verfolgt und mehrere Schüsse abgegeben haben. Dem Opfer, das nicht vorbestraft ist, gelang die Flucht. Die Polizei vermutet, dass das Motiv auf eine Entfremdung vor 20 Jahren zurückgeht, als beide dieselbe Schule besuchten. Der Hintergrund reicht bis in den März 2019 zurück, als der Mann wegen versuchten Mordes an seiner Schwester festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Während dieser Ermittlungen fand die Polizei auf seinem Computer eine "Todesliste" mit etwa 15 Namen, darunter der des aktuellen Opfers. In einem Verhör im Jahr 2019 beschrieb der Mann die Liste als Erinnerung an Menschen, die er hasste: "Hass ist das Einzige, das meinem Leben einen Sinn gibt." Die Liste wurde je nach Stimmung aktualisiert, doch die Ermittlungen wegen Vorbereitung eines Mordes wurden eingestellt. Staatsanwalt Mårten Alvinsson erklärte, es gebe keine Beweise für Absprachen mit anderen oder strafbare Vorbereitungshandlungen wie die Beschaffung von Waffen. Nach seiner bedingten Entlassung am 17. Januar dieses Jahres, bei der noch 1.197 Tage seiner Haftstrafe ausstanden, soll sich der Mann eine Schusswaffe beschafft und die Adresse des Opfers ausfindig gemacht haben. Am Mittwoch ordnete das Bezirksgericht eine einmonatige Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes und schwerer Waffenvergehen an, obwohl der Beschuldigte den Tatversuch bestreitet.