Ein Verwandter des 15-jährigen Jungen, der am 25. März in Rosengård, Malmö, erschossen wurde, befindet sich wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord in Untersuchungshaft. Die Polizei vermutet, dass er einen Racheakt plante, da Befürchtungen über eine Eskalation der Bandengewalt bestehen.
Nach dem Mord an dem 15-jährigen Jungen in Herrgården, Rosengård – über den zunächst im Zusammenhang mit der Festnahme eines 15-jährigen Mädchens und eines 17-jährigen Jungen berichtet wurde – wurde nun ein naher Verwandter wegen des Verdachts auf Anstiftung zum Mord festgenommen. Die Behörden vermuten, dass er den Mord rächen wollte, der auf Druck des kriminellen Netzwerks Foxtrot wegen Schulden in Millionenhöhe zurückzuführen war; mehrere Verwandte waren bereits in diesem Winter Ziel von Angriffen geworden.
Trotz der Inhaftierung nahm der Verwandte am Donnerstag an der Beerdigung des Jungen teil, wie Sydsvenskan und Aftonbladet berichteten.
Als Reaktion auf die Befürchtungen vor Rachemorden startete die Polizei in Malmö am Freitag die „Operation Ralf“. Diese umfasst verstärkte Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten, die Kontaktaufnahme zu Hotels und Taxiunternehmen sowie eine Drohnenüberwachung in Rosengård am Gründonnerstag von 7 bis 19 Uhr. Polizeisprecher Nils Norling warnte: „Das kann andere Konflikte anheizen.“
Das 15-jährige tatverdächtige Mädchen, das auch mit einem Vorfall in Vårby am 23. März in Verbindung gebracht wird, wurde in der Untersuchungshaft in Helsingborg als wohlverhalten, aber reuelos beschrieben. Sie hat in Befragungen keine Aussagen gemacht, und die Polizei fand belastende Anweisungen auf ihrem Mobiltelefon.