Gang-Anwerber in Malmö weisen junge Handlanger an, den Hauptbahnhof aufgrund der verstärkten Polizeipräsenz zu meiden. Behörden erklären, dass solche Maßnahmen wirkungslos seien, da die Streifen im gesamten Stadtgebiet aufgestockt wurden. Die Warnungen erfolgen im Zuge eines Sondereinsatzes nach einem Mord im März.
Die Polizei in Malmö hat die Überwachung nach dem Mord an einem 15-jährigen Jungen am 25. März im Ramels väg deutlich verschärft. Die Sonderoperation Ralf richtet sich gegen junge Straftäter, die über soziale Medien angeworben werden. Polizeisprecher Nils Norling sagte gegenüber Sydsvenskan: „Wir haben einen starken Fokus auf verschiedene Knotenpunkte wie Bahnhöfe und Zufahrtsstraßen.“ Den Behörden ist nun bekannt, dass Anwerber Jugendliche dazu auffordern, eine Station früher auszusteigen und den Hauptbahnhof Malmö zu meiden. Rasem Chebil, operativer Leiter der Polizei Malmö, sagte dazu gegenüber Sydsvenskan: „Aber das wird nicht helfen. Wir haben die Präsenz überall erhöht und sind sehr aktiv.“ In der Nacht zum 15. April wurde ein 15-Jähriger aus Småland in Söderkulla unter dem Verdacht der Vorbereitung eines Mordes festgenommen. Der Junge und eine 30-jährige Frau befinden sich laut Sydsvenskan weiterhin in Haft.