Mehrere Zeugen der tödlichen Schießerei auf den 20-jährigen Hugo Mosshagen in Örebro sprechen inzwischen mit der Polizei, wie einen Tag nach dem Vorfall berichtet wurde. Der Schütze ist weiterhin flüchtig, während die Ermittler Hinweisen nachgehen, die auf eine Verwechslung hindeuten; Anzeichen für Bandenverbindungen gibt es bisher nicht. Die Fußballgemeinschaft von Örebro trauert weiterhin um den jungen Spieler.
Nach dem tödlichen Anschlag auf Hugo Mosshagen kurz vor Mitternacht am 21. März in der Tengvallsgatan im Stadtteil Väster in Örebro, bei dem er seinen Verletzungen erlag, intensiviert die Polizei ihre Bemühungen. Wie eine Quelle gegenüber Nerikes Allehanda (NA) bestätigte, werden derzeit Zeugenaussagen in Vernehmungen gesammelt. „Sie sprechen in den Verhören“, so die Quelle. Hugo, ein aufstrebender Fußballer ohne Vorstrafen, hatte nach vorläufigen Erkenntnissen keine bekannten Drohungen gegen sich. Der polizeiliche Einsatzleiter Jonas Lundh erklärte: „Bisher hat sich im Rahmen der Voruntersuchung nichts ergeben, das auf eine Bedrohung des Opfers hindeutet oder darauf, dass er sich bedroht gefühlt hätte.“ Eine zentrale Theorie bleibt die Verwechslung, bei der möglicherweise eine Person in seiner Begleitung das eigentliche Ziel war. Die Ermittler sind damit beschäftigt, das soziale Umfeld zu kartieren, technische Beweise wie Patronenhülsen zu sichern und widersprüchlichen Motiven nachzugehen. „Wir setzen große Anstrengungen in die Untersuchung, um zu bestimmen, was geschehen ist. Es geht darum, sich nicht auf eine Spur zu beschränken, sondern alle Aspekte zu berücksichtigen“, fügte Lundh hinzu. Bis Dienstagabend gab es noch keine Festnahmen. Die Fußballgemeinschaft in Örebro steht unter Schock. Hugo spielte für einen bedeutenden lokalen Verein. Sein früherer Teamkollege Jiloan Hamad sagte gegenüber DN: „Es ist tragisch. Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Es ist wie ein Messerstich ins Herz.“ Dem Trainer Rikard Norling zufolge unterstützt Örebro SK derzeit einen Spieler, der Hugos bester Freund war.