Bundesunterlagen zufolge nahmen Beamte der ICE in den ersten elf Julitagen durchschnittlich mehr als 1.400 Migranten pro Tag fest. Dies folgt auf einen Rekordwert im Juni während der zweiten Amtszeit von Donald Trump.
Heimatschutzminister Markwayne Mullin hat die Maßnahmen zur Einwanderungshaft verschärft. Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE führten zwischen dem 1. und 11. Juli 16.213 Festnahmen durch und übertrafen damit den Tagesdurchschnitt des Monats Juni.
Drei kürzliche Todesfälle stehen in Verbindung mit diesen Einsätzen. Lorenzo Salgado Araujo, ein Mexikaner aus Guanajuato, wurde am 7. Juli in Houston erschossen. Joan Sebastian Duran Guerrero, ein 25-jähriger Kolumbianer, starb in Maine. Juan Jairo Coronilla Durán, 28 Jahre alt und im Besitz eines Touristenvisums, wurde am 14. Juli in Florida beim Fliehen von einem Lastwagen erfasst.
Mullin verteidigte das Vorgehen in einem Beitrag auf X und betonte die Sicherheit der Beamten. Kritiker wie David Bier vom Cato Institute merkten an, dass der Ansatz zwar stärker dezentralisiert sei, aber früheren Operationen ähnele, die bereits Proteste ausgelöst hatten.