Der Chief Executive Officer der unabhängigen Wahlkommission und Grenzbehörde Kenias (IEBC), Marjan Hussein, ist nach 11 Jahren im Amt zurückgetreten. Der Schritt erfolgte nach Beratungen mit leitenden Kommissionsmitgliedern, und die IEBC hat bestätigt, dass bald ein interimistischer CEO angekündigt wird. Dies geschieht inmitten wachsenden Drucks von Oppositionellen und der Öffentlichkeit vor den Parlamentswahlen 2027.
Marjan Hussein Marjan, der seit April 2015 als CEO der IEBC tätig war, reichte seinen Rücktritt am Nachmittag des Dienstags, dem 3. Februar 2026, ein. In seiner Nachricht an das Personal beschrieb er die Entscheidung als gegenseitigen Beschluss mit der Kommission. „Wie Sie wissen, haben die Kommission und ich uns auf einen strukturierten Übergang im Amt des Kommissionssekretärs/Chief Executive Officer geeinigt“, hieß es in dem Brief. Er dankte den Mitarbeitern für ihr professionelles Verhalten bei den Parlamentswahlen 2022 und der anschließenden Übergangsphase. „Seit meinem Beitritt zur Kommission im April 2015, zunächst als stellvertretender Kommissionssekretär/Chief Executive Officer und später als Kommissionssekretär/Chief Executive Officer, war es eine Ehre, mit einem professionellen, engagierten und widerstandsfähigen Team zusammenzuarbeiten, das dem verfassungsrechtlichen Mandat der IEBC verpflichtet ist“, fügte er hinzu. Als CEO überwachte Marjan die täglichen Abläufe der Kommission, einschließlich Wahldurchführung, Personalverwaltung und Politikumsetzung. Die IEBC bestätigte seinen Abschied noch am selben Abend und kündigte an, einen interimistischen CEO „in Kürze“ zu benennen. In ihrer Erklärung betonte die Kommission ihr Engagement für die institutionelle Bereitschaft zu kommenden Wahlen. „Das Sekretariat der IEBC ist entscheidend für die Erbringung von Dienstleistungen im Wahlmanagement, und es ist Absicht der Kommission, dass es den Grad der Vorbereitung, Leidenschaft und Hingabe widerspiegelt, um glaubwürdige, freie und faire Wahlen in Kenia durchzuführen“, erklärte die IEBC. Der Rücktritt erfolgt, während die IEBC zunehmendem Druck von Oppositionspolitikern und Kenianern ausgesetzt ist. Tage zuvor besuchten Vertreter der United Opposition die Büros der Kommission, um dringende Bedenken vor den Wahlen 2027 anzusprechen. Der Führer der Democracy for Citizens Party (DCP), Rigathi Gachagua, war besonders lautstark in der Äußerung seines Misstrauens gegenüber Marjans Führung.